Garmin soll 10 Mio. Dollar für Freigabe zahlen, Ausfall beendet (Update)

Von Nadine Juliana Dressler am 27.07.2020 20:20 Uhr
28 Kommentare
Beim Wearable-Hersteller Garmin läuft es auch Tage nach dem Be­kannt­werden des Totalausfalls einiger Dienste noch immer nicht wieder. Dafür hat der Konzern jetzt auf der Webseite einige dringende Fragen der Nutzer beantwortet.

Update vom 27.07.2020 um 20:10 Uhr: Mittlerweile hat auch Garmin bestätigt, dass die anhaltenden Probleme durch einen Angriff mit Erpressungs-Trojaner verursacht werden. Da­bei seien "einige der Systeme verschlüsselt" worden. "Infolgedessen wurden viele un­se­rer On­line­dienste unterbrochen, darunter Website-Funktionen, Kundensupport, kun­den­orien­tier­te An­wen­dun­gen und Unternehmenskommunikation", heißt es in der Erklärung. "Wir haben sofort begonnen, die Art des Angriffs zu analysieren und die Systeme wie­der­her­zu­stellen."

Wenig später konnte das Unternehmen auf Facebook vermelden, dass "viele der vom Sys­tem­aus­fall betroffenen Systeme und Dienste, einschließlich Garmin Connect, wieder in Be­trieb sind". Allerdings müsse vereinzelt noch mit Einschränkungen gerechnet werden. Auf einer Webseite zum Ausfall liefert das Unternehmen weitere Informationen.

Und auch von der noch immer nicht durch Garmin bestätigten Theorie, es handele sich um einen gezielten Angriff mit einer Erpressungs-Software, gibt es Neuigkeiten. Es heißt, Garmin könnte mit der Zahlung von 10 Millionen Dollar zur täglichen Arbeit zurückkehren. Das Online-Magazin Bleeping Computer hatte nach der ursprünglichen Meldung, dass es sich um einen Angriff mit der WastedLock Ransomware handelt, weitere Informationen von Garmin-Mitarbeitern erhalten.

Garmin-Dienste offline
Bei Garmin spricht man nur von einem Ausfall

Vermeintlicher Erpresserbrief ist durchgesickert

Diese wollen anonym bleiben, bestätigten aber die Erpressungs-Theorie. Konkret nannte eine der Quellen die Forderung von 10 Millionen Dollar für die Freigabe des Schlüssels, mit dem das Unternehmen seine Daten wieder nutzbar und seine Dienste wieder online bringen könnte. Bleeping Computer hat passend dazu eine Notiz der unbekannten Angreifer veröffentlicht.

Millionen Nutzer weltweit betroffen

In dem Erpresserschreiben heißt es dabei, dass Garmin die E-Mail nicht an Dritte weitergeben dürfe - damit ist wohl gemeint, dass der Angriff weder publik gemacht werden sollte, noch dass das Unternehmen die Polizei einschalten soll. Was sich im Moment alles anhört wie ein schlechter Groschenroman, bedeutet für Millionen Nutzer weltweit, dass sie ihre Wearables nicht wie gewohnt nutzen können. Garmin hat daher auf seinen Webseiten eine FAQ zu der "Downtime" veröffentlicht.

Zu der Entschuldigung, dass die Garmin-Dienste, inklusive Garmin Connect ausgefallen sind, kommen nun folgende Fragen und Antworten:


Bisher gibt es noch keinerlei Hinweise, wann es bei Garmin wieder normal laufen wird.

No More Ransom: Erste Anlaufstelle für Opfer von Ransomware
videoplayer
Siehe auch:
28 Kommentare lesen & antworten
whatsapp
Jede Woche neu: Top-News per E-Mail
Verwandte Themen
Wearables Smartwatch
Desktop-Version anzeigen
Hoch © 2000 - 2020 WinFuture Impressum Datenschutz