Tiger Lake: Leistungswerte und Infos zum Core i7-1165G7 aufgetaucht

Von Johannes Schaller am 08.07.2020 13:57 Uhr
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Intel bereitet den Marktstart der nächsten Generation von Core-Pro­zes­so­ren für Laptops oder Tablets alias Tiger Lake vor. Bis dahin sollte es nicht mehr lange dauern, wozu passt, dass im Netz nun viel­ver­spre­chen­de Benchmark-Ergebnisse eines Core i7-1165G7 kursieren.

Xe-GPU des Core i7-1165G7 lässt die Muskeln spielen

Die Resultate des Core i7-1165G7, welche von Videocardz berichtet wurden, passen zu den vorherigen Benchmark-Leaks, die den Tiger-Lake-CPUs in Sachen Grafikleistung ein deut­li­ches Plus zu den Vorgängern der Ice-Lake-Familie bescheinigten. So ist die GPU (Gra­phics Processing Unit) mit dem Codenamen Xe, die in dem neuen Intel-Chip steckt, of­fen­bar in der Lage, mit einer dedizierten Lösung wie der Nvidia GeForce MX350 zu konkurrieren.

Die GeForce MX350 ist eine energiesparende GPU für Convertibles, Tablets und Laptops, die Herstellern von Nvidia in einer 25-Watt- und einer 15-Watt-Ausführung angeboten wird. Den bisherigen Informationen nach werden die Tiger-Lake-Chips maximal eine TDP (Thermal De­sign Power) von 28 Watt aufweisen. Der vorliegende OpenCL-Test von Geekbench zeigt für die Xe-GPU des i7-1165G7 ein Ergebnis von 59845 Punkten und für die Nvidia-Grafikeinheit 59828 Punkte. Bei ein paar der Untertests gibt es allerdings teils deutliche Unterschiede zwi­schen beiden GPUs. Wie sich das schlussendlich etwa in PC-Spielen auswirken wird, bleibt abzuwarten.

Intel Tiger Lake Leak
Durchgesickerten Benchmark-Ergebnissen zufolge hat Intel die GPU-Leistung der Tiger Lake-Reihe im Vergleich zur Ice Lake-Generation verdoppelt

Vergleich zwischen Core i7-1165G7 und Core i5-1135G7

Die aktuell durchgesickerten Benchmark-Einträge verraten auch technische Details zum Core i7-1165G7 sowie zum Core i5-1135G7. Beide CPUs bieten demnach vier Rechenkerne, kön­nen acht Threads parallel abarbeiten und weisen einen Basistakt von 1,3 Gigahertz auf. Der Core i7 ist dem Core i5 allerdings dank größerem L3-Cache, höherem Boost-Takt und ei­ner lei­stungs­fä­hi­ge­ren GPU überlegen. Letztere ist beim i7 mit 96 Execution Units (EUs) in vol­ler Aus­bau­stu­fe vorhanden, beim Core i5 sind es derer lediglich 80. Die Grafikperformance des i5-1135G7 soll daher rund 13,5 Prozent unterhalb der des i7-1165G7 liegen.

Es hatte sich zuletzt bereits angedeutet, dass die Grafikleistung der Tiger-Lake-Prozessoren rund doppelt so hoch ausfallen könnte als die der aktuellen Ice-Lake-CPUs. Das soll gerade auch für den Gaming-Bereich gelten. Damit würde Intel nicht nur zur Performance einer klei­nen dedizierten Nvidia-GPU aufschließen, sondern insbesondere die integrierten Vega-Gra­fik­ein­hei­ten der AMD Ryzen Renoir-Prozessoren in die Schranken weisen.

Tiger-Lake-Geräte mit Xe-Grafik stehen in den Startlöchern

Für die Core-Prozessoren der 11. Generation fokussiert sich Intel vergleichbar mit der Stra­te­gie in den vergangenen Jahren zunächst wieder auf das Marktsegment für Notebooks, 2-in-1s und Tablets. Die in den nächsten Monaten erwarteten Tiger-Lake-CPUs werden wie die aktuellen Chips der Ice-Lake-Familie im 10-Nanometer-Prozess gefertigt und sollen laut Ge­rüch­te­kü­che in Sachen reiner Rechenleistung und Kerntaktfrequenz nur moderate Stei­ge­run­gen mit sich bringen. Eines der entscheidenden Verkaufsargumente für die Pro­zes­so­ren dürfte also die GPU-Leistung sein. Erstmals setzt der Chiphersteller hier auf die neuen Gen12-Grafikeinheiten alias Xe. Diese warten im Vergleich zu früheren Intel-GPUs sowohl mit einer optimierten Architektur als auch mit mehr Recheneinheiten und höheren Takt­ra­ten auf.

Es ist zu beachten, dass es sich bei den vorliegenden Angaben zu Tiger-Lake-CPUs um durchgesickertes Material handelt. Offiziell von Intel bereitgestellte Informationen wird es erst zur Markteinführung geben. Die getesteten Prozessoren kamen zudem sehr wahrscheinlich in noch nicht vollständig optimierten Testgeräten zum Einsatz.

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