Xbox Series X: Microsoft will Spieler vor Upgrade-Abzocke schützen

Von Stefan Trunzik am 08.07.2020 09:17 Uhr
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Um den Geldbeutel der Spieler zu schonen, soll Microsoft den Pub­li­shern einen Riegel vorschieben, wenn es um kostenpflichtige Spiele-Upgrades für die Xbox Series X geht. Diese sollen sich dem "Smart Delivery"-Pro­gramm anschließen oder Next-Gen-Versionen separat anbieten.

Damit der Wechsel von der aktuellen Xbox One auf die kommende Xbox Series X für Spieler vergleichsweise kostensparend abläuft, stellt Microsoft die "Smart Delivery"-Funktion zum Launch der neuen Konsole in den Mittelpunkt. Das Prinzip ist einfach: Ausgewählte Titel kön­nen schon jetzt für die aktuelle Xbox-Generation gekauft und später mit verbesserter Gra­fik auch auf der Xbox Series X gespielt werden. Aus finanzieller Sicht ein enormer Vorteil für Next-Gen-Interessenten, ein Dämpfer jedoch für Publisher und Entwicklerstudios. Aus einem Bericht von Video Games Chronicle geht hervor, dass Microsoft sogar noch weiter geht, um eine mögliche Upgrade-Abzocke zu verhindern.

Smart Delivery: Microsoft erklärt die Vorteile für Xbox One & Series X
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Kostenpflichtige Upgrades auf Next-Gen-Grafik per DLC sind verboten

Von vertrauenswürdigen Quellen wollen die Kollegen erfahren haben, dass Microsoft sein "Smart Delivery"-Feature nicht nur als Verkaufsargument bei Publishern bewirbt, sondern ih­nen gleichzeitig verbietet, kostenpflichtige DLCs anzubieten, welche ihre Spiele grafisch auf das Xbox Series X-Niveau anheben. Unternehmen, die sich nicht dazu entscheiden, am haus­eigenen und für Spieler kostenlosen Upgrade-Programm teilzunehmen, müssen ihre Titel für die Xbox One und Xbox Series X separat anbieten. Alternativ können zudem vergünstigte Bundles geschnürt werden, die beide Konsolen-Versionen beinhalten.

Als prominentes Beispiel wird 2K Games' NBA 2K21 genannt, welches für die Xbox One mit 60 Dollar, für die Xbox Series X mit 70 Dollar oder im Bundle beider Versionen mit 100 Dollar zu Buche schlägt. Dieses Szenario bringt jedoch neben dem finanziellen Aspekt zusätzliche Nach­tei­le für Gamer mit sich. Spielstände werden in den meisten Fällen über die Xbox Cloud gespeichert und nur dann auf die Next-Gen-Version übertragen, wenn diese Teil des "Smart Delivery"-Programms sind. Lediglich ausgewählte Inhalte und In-Game-Käufe werden über das Konto der Publisher synchronisiert. Im Fall von NBA 2K21 zum Beispiel der "Mein Team"-Modus mit Sammelkarten und Co.

Microsofts Exklusivtitel werden bekanntlich ab Werk "Smart Delivery" unterstützen. Ebenso wurde die Funktion für namhafte Spiele wie Cyberpunk 2077, Dirt 5, Assassin's Creed Val­hal­la und Destiny 2 bereits bestätigt. Wei­ter­hin werden Publisher-eigene, kostenlose Upgrade-Programme wie EA's "Dual Entitlement" un­ter­stützt, die Titel wie FIFA 21, Madden NFL 21 und NHL 21 ohne Zusatzkosten auf das Next-Gen-Grafiklevel heben. Microsoft zwingt sein System den Publishern somit nicht direkt auf, versucht interessierte Spieler jedoch vor einer erhöhten finanziellen Belastung zu bewahren.

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