Facebook beginnt, WhatsApp und Messenger miteinander zu verzahnen

Von Witold Pryjda am 07.07.2020 15:28 Uhr
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Der Messenger gehört wie WhatsApp zu Facebook und die beiden Kanäle operieren bisher weitgehend unabhängig voneinander. Das ist wohl vor allem für WhatsApp-Nutzer wichtig, da diese womöglich Facebook selbst meiden wollen. Dennoch sollen die Apps zusammenwachsen.

WhatsApp wurde vor Jahren von Facebook übernommen und bisher konnte die in der westlichen Welt bedeutendste Kommunikationsplattform auch die Quasi-Einflussnahme der Konzernmutter von sich weisen, zumindest was die den Nutzern "zugewandte" Oberfläche betrifft.

Facebook möchte aber dennoch, dass alle seine Apps miteinander kompatibel sind. Das ergibt sicherlich Sinn, so richtig weiß man aber auch nicht, wie das Ganze funktionieren soll. In den vergangenen Wochen und Monaten ist es auch um das Projekt, das Facebook, Instagram und WhatsApp verzahnen soll, still geworden.

Doch nun hat der Entwickler Alessandro Paluzzi per Reverse Engineering (via WABetaInfo) Hinweise entdeckt, dass das Vorhaben Fortschritte macht. Im Code des Facebook Messengers konnte Paluzzi nämlich diverse Einträge zu WhatApp finden. Diese sind aller Wahrscheinlichkeit nach dafür gedacht, dass Elemente von WhatsApp importiert werden können.

Keine Details zum Inhalt

Effektiv kann dadurch ein Messenger-Nutzer mit einem WhatsApp-Anwender kommunizieren bzw. "verstehen" sich die beiden Plattformen. Das betrifft auch diverse Funktionalitäten wie etwa ein geblockter Kontakt oder auch das Stummschalten eines bestimmten Chats. Auch die Details zu einem Chat sind erkennbar (Telefonnummer, Anzahl der Nachrichten etc.). Was Facebook im Code nicht sieht, sind der Inhalt einer Nachricht, die Mitglieder einer Gruppe oder auch das Profilbild eines Nutzers.

Das Ganze ist allerdings noch nicht live und aus dem vorliegenden Code kann man auch nicht schließen, wie sich die Angelegenheit in der Praxis der Nutzung verhält und ob sich das ausschalten lässt. Derzeit wird das Feature noch entwickelt, es könnte also auch genauso gut noch im Müll landen.

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