Microsoft streckt Fühler nach Gaming-Tochter von Warner Bros. aus

Von Christian Kahle am 07.07.2020 08:18 Uhr
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Die Gaming-Abteilung Microsofts könnte bald ordentlich Zuwachs bekom­men. Der Redmonder Software-Konzern hat seine Fühler nach dem Pub­lisher Warner Bros. Interactive Entertainment mit seinem recht vielfältigen Angebot ausgestreckt.

Das auch als WB Games bekannte Unternehmen hat zahlreiche Titel im Portfolio, die sich aus Film-Themen ableiteten. Hierzu gehören beispielsweise Games rund um Batman und Harry Potter. Große Spitzen-Games gehören kaum dazu, letztlich aber doch verschiedene Produkte, die solide Umsätze versprechen. Hinsichtlich einer Übernahme dürften aber vor allem auch die zahlreichen Entwickler-Talente in den Studios unter dem Dach von WB Games eine gewichtige Rolle spielen.

Vom Interesse Microsofts hat das US-Magazin The Information von zwei unabhängigen Quellen erfahren. Die Redmonder scheinen dabei in erster Linie eine sich auftuende Gelegenheit nutzen zu wollen. Denn WB Games gehört über seine Mutter Warner Bros. zum Telekommunikationskonzern AT&T. Und dieser will die Spielefirma laut früheren Berichten ohnehin loswerden, um mit den Einnahmen aus einem Verkauf den drückenden Schuldenberg zumindest etwas reduzieren zu können.

Stärkung vor dem Launch

Welchen Umfang ein entsprechender Deal haben könnte, ist derzeit noch unklar. Schätzungen gehen von einem Transaktionsvolumen von rund 4 Milliarden Dollar aus. Allerdings kann es gut sein, dass AT&T nicht alles von WB Games in den Verkauf gibt. So könnte man zumindest einige Lizenzen behalten, die regelmäßige Umsätze in die Kassen spülen und die für Microsoft ohnehin weniger interessant wären.

Eine solche Übernahme käme für die Redmonder allerdings zu einem ziemlich günstigen Zeitpunkt. Denn mit dem dazukommenden Potenzial an Entwicklern und Ressourcen erhielte man ordentlich Verstärkung für die Startphase der neuen Konsolengeneration. Hier kommt es immerhin darauf an, ein breit aufgestelltes Portfolio an exklusiven Titeln anzubieten, um zügig wichtige Teile der Zielgruppe an die eigene neue Plattform zu binden und sie nicht an den Konkurrenten Sony zu verlieren.

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