Kindle: Amazon stellt die aktiven Inhalte jetzt komplett ein

Von Christian Kahle am 06.07.2020 10:07 Uhr
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Die Kindle-Systeme Amazons sind jetzt ausschließlich auf den Konsum von Inhalten ausgelegt. Die sogenannten "aktiven Inhalte" verschwinden komplett von der Plattform. Die ent­spre­chende Abteilung ist aus dem Kindle Store verschwunden.

Bei den aktiven Inhalten handelte es sich in den meisten Fällen um einfache Spiele, die mit den begrenzten Möglichkeiten des Kindles genutzt werden konnten. Beliebt waren hier unter anderem Sudoku oder auch Kreuzworträtsel. Es gab aber auch verschiedene interaktive Abenteuer-Bücher und Anwendungen zur Vorbereitung auf Prüfungen. In der Hochzeit waren fast 500 entsprechende Angebote in der Rubrik zu finden.

Amazon hatte die Funktionalität vor rund zehn Jahren eingeführt. Allerdings war der Erfolg am Ende doch recht bescheiden. Die Besitzer des Kindle nutzten das Gerät zum überwiegenden Teil für jene Aufgabe, für die es auch vorgesehen war: Zum Lesen von Texten. Daher brachten die neuen Reader seit dem Jahr 2014 schon gar keinen Support mehr für diese Angebote mit. Sie blieben für die bis dahin verkauften Modellreihen aber trotzdem verfügbar.

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Zeit der Experimente

Das ist nun aber Geschichte. Amazon bietet auch für ältere Modelle die zuletzt noch verfügbaren aktiven Inhalte nicht mehr an. Eine offizielle Erklärung hielt man bei Amazon schon nicht mehr für nötig. Die Abteilung wurde einfach stillschweigend aus dem Store herausgenommen. Allerdings gibt es bisher keine Beschwerden von Nutzern, dass bereits erworbene Inhalte nicht mehr nutzbar wären - auch dies wäre angesichts verschiedener Vorfälle dieser At nicht unbedingt verwunderlich gewesen.

Die ganze Sache entstand damals in einer Zeit, in der sich die E-Book-Markt gerade etablierte. Die Anbieter probierten mit ihren Readern natürlich einiges aus, um nicht einfach einen wichtigen Trend zu verpassen oder um diesen möglichst sogar selbst auszulösen. Allerdings zeigten auch andere Vorstöße, dass die Geräte in erster Linie ihrem Kernzweck dienen und die Anwender nur wenig Interesse haben, weitergehende Inhalte auf den Readern zu nutzen.

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