Apple: Benchmarks des ersten MacOS-Rechners mit ARM-SoC sind da

Von Christian Kahle am 30.06.2020 12:59 Uhr
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Mac-Nutzer werden auch nach der Umstellung auf ARM-basierte Prozes­soren kaum mit Leistungseinbußen rechnen müssen. Das zeigen erste Benchmark-Ergebnisse für das Developer Transition Kit, das Apple inzwischen an Entwickler liefert.

Bei dem System handelt es sich im Wesentlichen um einen Mac Mini, der mit dem A12Z-Chip aus den aktuellen iPad Pro-Modellen ausgestattet ist. Das Gerät soll Entwicklern dafür dienen, ihre MacOS-Anwendungen auf die kommende Chip-Architektur portieren und testen zu können. Es handelt sich also noch nicht um Systeme, die für den Massenmarkt optimiert sind.

Wer ein entsprechendes Gerät von Apple bekommt, muss zwar eine Verschwiegenheits-Verpflichtung unterzeichnen, doch verhindert diese natürlich nicht, dass inzwischen erste Benchmark-Ergebnisse auf Geekbench auftauchen. Diese zeigen für den Geekbench v5-Test bei einem einzelnen CPU-Kern in den meisten Durchlaufen etwas mehr als 800 Punkte. Im Multicore-Test werden zwischen 2700 und 3000 Punkten erreicht. Geekbench führt den A12Z dabei als 4-Kern-CPU. Der Chip besitzt eigentlich 8 Kerne, die aber im bigLITTLE-Design funktionieren, in dem jeweils entweder vier stromsparende oder vier leistungsfähigere Cores aktiv sind.

Trotz Rosetta ordentlich Power

Das Entwickler-Kit muss sich somit nicht vor den aktuellen Macs verstecken. Das aktuelle MacBook Air mit Intel Core i3-CPU kommt beispielsweise auf 1005 Single-Core-Punkte und rund 2000 Punkte im Multicore-Test. Und auf diesen läuft die Benchmark-Software nativ, während sie auf dem ARM-Rechner nur mit Hilfe der Rosetta 2-Technologie betrieben werden kann, die eine Übersetzung des x64-Binärcodes auf die ARM-Architektur vornimmt.

Die ersten Macs mit ARM-Prozessor sollen noch in diesem Jahr auf den Markt kommen. Wahrscheinlich wird Apple zuerst seine Systeme für den Privatkundenmarkt umstellen und die Pro-Rechner später nachziehen. Man kann allerdings damit rechnen, dass die neuen Produkte schon mit einem eigenen Chip ausgestattet sein werden, der noch einmal stärker auf den Einsatz in Notebooks oder Desktops optimiert ist als der SoC aus dem Tablet.

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