Twitch und Reddit sperren US-Präsident Trump für seine Hassreden

Von Nadine Juliana Dressler am 29.06.2020 20:57 Uhr
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Gleich zwei Mal gab es jetzt die rote Karte für US-Präsident Donald Trump für verschiedene hasserfüllte Mitteilungen, die er in sozialen Medien verbreitet. Erst hat Twitch die Notbremse gezogen und ihn temporär gesperrt, dann machte es auch Reddit nach.

Twitch hat US-Präsident Donald Trump vorübergehend aus dem Streaming-Dienst aus­ge­schlossen - dabei kam es allerdings jetzt zu ganz unterschiedlichen Meldungen. Mal hieß es "temporär", mal hieß es "ständiger Auschluss". Trumps Konto wurde auf jeden Fall wegen "hasserfüllten Verhaltens" gesperrt, zudem wurde der beleidigende Inhalt entfernt. Hinter­grund ist ein Video vom Trumps Auftritt zum Auftakt seiner Wahlkampagne. Dabei hatte Trump unter anderem behauptet, dass Mexiko Vergewaltiger in die Vereinigten Staaten schickt.

Donald Trump Twitch
Wer den Präsidenten-Kanal besucht, sieht derzeit nichts

"Wie jeder andere auch, müssen sich die Politiker bei Twitch an unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen und Gemeinschaftsrichtlinien halten. Wir machen keine Ausnahmen für politische oder berichtenswerte Inhalte und werden Maßnahmen ergreifen, wenn uns Inhalte gemeldet werden, die gegen unsere Regeln verstoßen", erklärte ein Twitch-Sprecher die Maßnahme gegenüber The Verge. Entsprechend greife man nun durch und werden bei Twitch vor allem im Hinblick auf die Massenunruhen in den USA keine Hassreden und Verleugnung dulden. Das Trump-Team nutzt Twitch zur Verbreitung von Werbe-Videos, Reden und kurzen Auftritten seit vergangenen Herbst.

Auch Reddit will die Hassreden nicht

Ähnlich reagierte nun auch Reddit. Das Netzwerk hat den beliebten Subreddit "The_Donald" gesperrt und auch weitere temporäre Maßnahmen gegen andere Reddit-Gruppen beschlossen. Laut einem Bericht der New York Times habe die einflussreiche Pro-Trump-Community mehrfach massiv durch Bedrohungen und Hassreden gegen die Regeln verstoßen. Reddit durchforstet nun ähnliche Gruppen und verwarnt sie, wenn es zur weiteren Verbreitung von Hassbotschaften kommt. Zudem wurden schon jetzt mehr als 2000 Gruppen gesperrt, quer durch das ganze politische Spektrum.

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