Neue ARM-Macs werden kein Windows 10 per Boot Camp unterstützen

Von Witold Pryjda am 25.06.2020 08:56 Uhr
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Am Dienstag hat Apple den Umstieg von Intel-CPUs auf ein eigenes ARM-basiertes Design angekündigt. Der Konzern verspricht u. a. er­wei­ter­te Kompatibilität zu iOS und iPadOS. Doch für Nutzer, die auch gerne auf Windows 10 zugreifen, ist ARM zunächst keine gute Nachricht.

Die Ankündigung Apples zum Umstieg auf eigene Chips ist erwartet worden, der Konzern aus dem kalifornischen Cupertino hat angekündigt, dass man die ersten ARM-basierten Macs ge­gen Ende des Jahres veröffentlichen wird. Die Abkehr von Intel ist auch kein klarer Schluss­strich bzw. bedeutet keine sofortige Exklusivität, denn vorerst sind auch noch Intel-ba­sier­ten Mo­del­le in Vorbereitung.

Wer sich demnächst einen ARM-Mac kaufen will, der sollte auch in Betracht ziehen, ob er pa­ral­lel auch noch Windows 10 nutzen will. Denn wie The Verge berichtet, wird man auf der neu­en Generation der Apple-Rechner parallel per Boot Camp kein Windows 10 einsetzen kön­nen, zumindest keine regulär erhältliche Version.

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Microsofts Lizenzierung ist das Problem

Zwar gibt es mittlerweile eine ARM-Variante von Windows 10, diese kann aber bislang nicht separat gekauft und installiert werden. Eine Lizenz für Windows 10 für ARM kann nur von Herstellern zur Vorinstallation genutzt werden.

"Microsoft lizenziert Windows 10 auf ARM nur an OEMs", bestätigte Microsoft auch gegenüber der bekannten Technik-Seite. Auf Nachfrage woll­te The Verge erfahren, ob man plant, das zu än­dern, um Boot Camp auf ARM-basierten Macs zu er­lau­ben, doch hierzu wollte sich der Red­mon­der Kon­zern nicht äußern: "Wir haben zum ge­gen­wär­ti­gen Zeitpunkt nichts mitzuteilen."

Ausgeschlossen ist das aber sicherlich auch nicht, da Apple bei der Vorstellung der neuen Chip-Lösung in Bezug auf das überarbeitete Office-Paket auf die gute Zusammenarbeit mit Microsoft verwies.

Eine Alternative zum Ausführen sind Virtualisierungslösungen wie VMWare und Parallels, diese sind aber nicht mit Apples Rosetta 2-Technologie kompatibel. Sie müssen von Grund auf neu gebaut werden und es ist derzeit nicht klar, wie lange das dauert bzw. ob das ohne weiteres möglich ist.

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