Windows 10-Fehler erzwingt Neustarts, Fix ist angekündigt

Von Nadine Juliana Dressler am 24.06.2020 11:04 Uhr
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Windows 10-Nutzer haben nach den Juni-Patches mit einem kuriosen Problem zu kämpfen: Ihr Rechner meldet ein Problem, welches einen sofortigen Neustart erfordert. Nach dem erzwungenen Neustart funk­tio­niert der PC dann für einen Tag ganz "normal".

Dass geht aus verschiedenen Nutzer-Meldungen hervor, die das Online-Magazin Bleeping Computer gesammelt hat. Microsoft hat nach den Anfang des Monats veröffentlichten regulären Juni-Patches für Windows 10 jetzt bestätigt, dass ganz unterschiedliche Probleme bei Nutzern aufgetaucht sind. Der Konzern erläutert diese Bugs nun im Einzelnen auf den entsprechenden Support-Seiten zu den einzelnen Updates. Zudem verspricht Microsoft, für den Fehler, der zu einem erzwungenen Neustart führt, ein Update nachliefern zu wollen.

Windows 10 Mai 2020 Update: Die wichtigsten Neuerungen
Infografik Windows 10 Mai 2020 Update: Die wichtigsten Neuerungen

Problem mit dem Local Security Authority Subsystem Service

Hintergrund ist ein Fehler mit der sogenannten LSAS-Service (Local Security Authority Subsystem Service, LSASS). Dieser Dienst ist für die Durchsetzung von Sicherheitsrichtlinien auf Windows-Systemen verantwortlich und wird vom System verwendet, um Einträge zum Sicherheitsprotokoll hinzuzufügen und um Benutzeranmeldungen, Kennwortänderungen und die Erstellung von Zugriffstoken zu handhaben. Wenn es ein Problem mit dem Dienst gibt, verliert der Nutzer sofort den Zugriff auf alle auf dem Rechner verfügbaren Konten. Meist wird dann eine kryptische Fehlermeldung angezeigt, die dem Anwender nicht bei der Frage hilft, was da schiefgelaufen ist. Windows startet sich dann neu.

Nutzer melden, dass sie nach dem erzwungenen Neustart meist erst einmal für 24 Stunden Ruhe hatten und mit dem System arbeiten konnten, bis der Fehler erneut auftrat. Das wiederholt sich den Berichten zufolge aber regelmäßig.

Microsoft schreibt nun folgendes in der Knowledge Base:


Betroffen sind Geräte mit Windows 10 1809 oder höher, die den Juni-Patch vom 9. Juni oder ein neueres optionales Update installiert haben. Damit betrifft es im Grunde alle Windows 10-Versionen, die viel genutzt werden, nur die bereits aus dem Support gefallenen Versionen weisen den Fehler nicht auf. Wie weit verbreitet der Fehler ist, also ob es sich um ein generelles Problem handelt oder nur vereinzelt auftaucht, ist derzeit nicht bekannt.

Microsoft verspricht einen Fix per Update, hat aber für die Zwischenzeit keine Lösung parat.

Man könnte die Updates deinstallieren, hat dann jedoch das Problem, dass man nicht auf dem aktuellen Sicherheitsstand ist.

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