AMD vs. Nvidia: Radeon Pro 5600M überzeugt in Spiele-Benchmarks

Von Stefan Trunzik am 24.06.2020 12:25 Uhr
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In den langjährigen Leistungskampf zwischen Nvidia und AMD klinkt sich jetzt auch Apple ein. Mit der Einführung der Radeon Pro 5600M-Gra­fik­kar­te in das MacBook Pro-Portfolio kann der Hersteller sogar Gamer für sich gewinnen, wie aktuelle Spiele-Benchmarks belegen.

Das aktualisierte Apple MacBook Pro mit 16-Zoll-Display richtet sich vorrangig an kreative Nutzer, die bei der Bild-, Video- und Musikbearbeitung auf eine hohe Prozessor- und vor al­lem Grafikleistung angewiesen sind. Wer mindestens 3500 Euro für einen neuen Mac aus­ge­ben kann, greift daher wahrscheinlich direkt zur neuen AMD Radeon Pro 5600M mit 8 GB HBM2-Grafikspeicher. Das damit nicht nur 3D-Renderings deutlich schneller durchgeführt werden können, zeigt der YouTuber Max Tech in einem kürzlich veröffentlichten Video. In seinem Benchmark-Test stehen vor allem Spiele im Mittelpunkt.

Call of Duty: Warzone - Offizieller Trailer zum Battle-Royale-Shooter
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In einer Full-HD-Auflösung erreichen Spiele bis zu 145 FPS

Interessant sind dabei die realen Bedingungen in den beiden Battle-Royale-Titeln Fortnite und Call of Duty: Warzone. Der beliebte Multiplayer-Shooter von Epic Games erreicht in einer 1080p-Auflösung bei "epischen" Grafikeinstellungen über 140 FPS. In der Warzone von Ac­ti­vi­sion hingegen werden je nach Detailgrad zwischen 80 bis 115 FPS erreicht. Dreht man die Auflösung auf das bei Gamern beliebte WQHD-Format (2560 x 1440 Pixel), liegen die Spiele immerhin noch bei rund 60 FPS. Lediglich bei der nativen Retina-Auflösung des MacBook Pro (3072 x 1920 Pixel) rutscht das System in den beiden Spielen unter die 40-FPS-Marke.

Damit liegt die AMD Radeon Pro 5600M laut Max Tech auf einem ähnlichen, wenn nicht sogar teilweise minimal höheren Niveau mit der mobilen Nvidia GeForce RTX 2060 in der Nicht-Max-Q-Version. Ein gutes Ergebnis, wenn man bedenkt, dass die Nvidia-Grafikkarte mit einer TPD von circa 80 Watt an den Start geht und AMDs Profi-Radeon mit gerade einmal 50 Watt arbeitet. Die Benchmarks aus dem Video belegen also, dass sich das Apple MacBook Pro mit 16-Zoll-Display im Gaming-Bereich behaupten kann. Auch wenn waschechte Gaming-Laptops in diesem Preisbereich deutlich mehr aus den Spielen herausholen können.

Hardware-Infos: Das MacBook-Setup des US-amerikanischen YouTubers setzt auf einen Intel Core i9-Prozessor mit acht Rechenkernen sowie einer maximalen Taktrate von 5,0 GHz. Au­ßer­dem sind 32 GB DDR4-RAM und die 5600M-GPU an Bord. Somit kostet das getestete Mac­Book Pro im Apple Store hierzulande min­des­tens 4829 Euro, wenn man sich für die 1 TB SSD-Option entscheidet. Möchte man den Spei­cher ab Werk weiter aufrüsten, können Auf­preise von bis zu 2750 Euro für 8 TB ent­ste­hen. Das Upgrade auf 64 GB Arbeitsspeicher schlägt hin­ge­gen mit 500 Euro zu Buche.

Siehe auch:

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