Apple reagiert auf Kritik: Was über iPadOS & iOS 14 nicht gesagt wurde

Von Christian Kahle am 23.06.2020 09:33 Uhr
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Bei der Vorstellung der kommenden Version der Mobile-Plattform iOS haben sich die Apple-Manager auf diverse neue Designs und Features konzentriert. Die eigentlich spannenden Punkte blieben aber ohne offizielle Würdigung.

Nur ganz kurz war es zu sehen, als während der iOS 14-Präsentation eine Übersicht über alle Neuerungen auf den Bildschirm kam: Apple wird es dem Nutzer erstmals ermöglichen, eine eigene Standard-App für Web und E-Mail auszuwählen. Bisher kamen die Anwender hier von Safari und Mail nicht weg und wenn in einer anderen App ein Link geklickt oder ein E-Mail-Versand initiiert werden sollte, sprangen immer die hauseigenen Programme in den Vordergrund.

iOS 14: Default Browser
Kurz eingeblendet

Ab iOS 14 und entsprechend auch bei iPadOS 14 wird es den Usern nun möglich sein, eigene Präferenzen festzulegen. Es wird also möglich, beispielsweise Googles Chrome als Standardbrowser festzulegen und E-Mails immer in Microsofts Outlook zu bearbeiten. Die entsprechende Änderung ist in der Release-Liste der neuen iOS-Version ziemlich weit unten auch offiziell festgehalten.

iOS 14: Default Browser
Vermerk in den Release Notes

Änderungen bei App-Zulassungen

Darüber hinaus hat Apple auf die erneut hochgekochten Diskussionen um den Prozess der Überprüfung von Apps durch das AppStore-Team reagiert. So werden Entwickler zukünftig nicht nur gegen eine Ablehnung ihrer eingereichten App Widerspruch einlegen können. Es wird auch möglich, die zugrundeliegende Richtlinie selbst anzufechten. Das soll dann dazu führen, dass noch einmal gesondert geprüft wird, ob die fraglichen Punkte wirklich (noch) sinnvoll sind.

Darüber hinaus sollen Fehlerkorrekturen schneller bei Apps ankommen, die bereits im Store gelistet sind. Updates werden bei strittigen Fragen nicht mehr aufgehalten, sondern landen erst einmal beim Nutzer. Der Entwickler wird nur noch auf das Problem hingewiesen und soll dann dafür sorgen, dass es beim nächsten Update behoben wird.

Die Änderungen dürften unter anderem auch dem Zweck dienen, Apple im komplexen juristischen Geflecht besser aufzustellen. Denn die Wettbewerbsbehörden rückten ihren Fokus zuletzt immer stärker auf den Konzern. Einige Zugeständnisse könnten da bereits helfen, die Kritiken am Unternehmen abzufedern.

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