Bericht: Apple will iOS umbenennen, der neue Name wäre ein alter

Von Johannes Schaller am 19.06.2020 17:57 Uhr
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Kurz vor Beginn der World Wide Developers Conference (WWDC) 2020 gibt es ein neues Gerücht, wonach Apple plant, sein mobiles Be­triebs­sys­tem iOS in iPhone OS umzubenennen. Die Marketingstrategie des Unter­nehmens über die vergangenen Jahre lässt dies plausibel erscheinen.

Durchaus glaubwürdige Quelle

Den entscheidenden Hinweis auf die potentiell anstehende Namensänderung für eine kommende Version von iOS liefert Twitter-Nutzer Jon Prosser mit einem kurzen Tweet. Bereits mehrfach haben sich die Prognosen des Leakers als korrekt entpuppt. So sagte Prosser beispielsweise die Markteinführung des im April vorgestellten iPhone SE sowie des Anfang Mai präsentierten 13-Zoll MacBook Pro korrekt voraus.

Da die WWDC 2020 am kommenden Montag, den 22. Juni um 19.00 Uhr deutscher Zeit mit einer großen Keynote von Apple startet, liegt es nahe, das Gerücht damit in direkte Verbindung zu setzen. Der Technologieriese könnte also dort die nächste Ausgabe des Betriebssystems für iPhones nicht wie erwartet als iOS 14, sondern als iPhone OS 14 ankündigen.

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Neuer alter Name würde passen

Die Bezeichnung iPhone OS wird so manchen langjährigen Branchenbeobachter aufhorchen lassen, da sie keineswegs neu ist. Apple hatte nämlich das Betriebssystem des allerersten iPhones bei dessen Markteinführung 2007 genau so bezeichnet. Erst ab 2010, im Zusammenhang mit der Vorstellung des ersten iPads, wurde der Name iOS eingeführt.

Inzwischen hat Apple seine angebotenen Plattformen jedoch sowohl signifikant ausgebaut als auch im Einzelnen weiterentwickelt. Aus den beiden Betriebssystemen iOS und OS X (für Macs) sind iOS, iPadOS, MacOS, tvOS und WatchOS geworden.

Jede dieser Plattformen basiert auf demselben Unix-Kern und kann auf ähnliche Software-Schnittstellen zurückgreifen, bringt jedoch auch jede Menge eigener Anpassungen mit. Diese sind speziell für die Geräteklasse, auf denen das jeweilige OS läuft, zugeschnitten. Sie reichen von speziellen Optimierungen etwa für das RAM-Management, über das Graphical User Interface (GUI) bis hin zu Sonderfunktionen wie der Herzfrequenzmessung auf der Apple Watch.

Gerade mit Blick auf die überraschende Präsentation von iPadOS zur WWDC 2019 könnte die Umbenennung von iOS in iPhone OS fast schon wie ein letzter logischer Schritt Apples angesehen werden. Alle Betriebssysteme könnten so allein schon dem Namen nach den wichtigsten Hardware-Produkten zugeordnet werden. Ob gegeben diesem Fall allerdings iPhone OS statt iOS auch auf dem iPod touch laufen würde, ist unklar.
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