Apple & Microsoft: Rivalen-Duo schafft gemeinsam neuen Börsen-Rekord

Von Christian Kahle am 11.06.2020 09:30 Uhr
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Die alten Rivalen standen dann plötzlich gemeinsam und ohne weitere Mitwirkende im Rampenlicht: Apple und Microsoft haben gestern als erste Unternehmen die Marke von 1,5 Billionen Dollar beim Börsenwert überschritten.

Noch nie zuvor in der Wirtschaftsgeschichte haben Unternehmen einen solchen Wert erreicht. Und dass es nun ausgerechnet diese beiden Konzerne gemeinsam schaffen, entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Denn sie verbindet seit ihrem Entstehen in den 1970er Jahren in vielen Belangen ein gemeinsames Schicksal. Microsoft und Apple haben sich lange erbitterte Konkurrenzkämpfe geliefert und waren auf der anderen Seite auch vielfach voneinander abhängig.

Zuletzt war es immer wieder auch Amazon, das in der Spitzengruppe mitspielte. Auf dem Weg zum neuen Rekord ging dem Handelskonzern allerdings etwas die Puste aus. Gestern stand hier ein Börsenwert von rund 1,3 Billionen Dollar zu Papier. Und Google schaffte es immerhin auch erstmals seit Februar und damit dem Beginn der Corona-Krise wieder, über die Billionen-Marke zu klettern. Damit markiert der gestrige Tag auch jenen Punkt, an dem das ganze Vierergespann von der Spitze der weltweiten Technologie-Branche erstmals geschlossen über der Billionen-Dollar-Marke stand.

Apple und Microsoft auf Rekord-Hoch

Antworten auf die Krise

Zum Beginn des Frühjahrs verbuchten aber auch Apple und Microsoft noch einmal einen ordentlichen Abrutsch bei den Aktienkursen. Damals beherrschte vor allem die Unsicherheit über die Entwicklung der Corona-Krise die Börsen. Es kristallisierte sich allerdings schnell heraus, dass die Technologie-Unternehmen genau die Antworten parat hatten, mit denen sich eine Gesellschaft mit weitgehenden Pandemie-Maßnahmen die Büroarbeit und die Kommunikation aufrecht erhalten kann.

Microsoft und Apple bieten hierfür die passenden Produkte an. Amazon konnte enorm zugewinnen, weil es die wichtigen Liefer-Infrastrukturen betreibt, die den brach liegenden Einzelhandel ersetzen. Google hingegen konnte nicht so stark mithalten, da das Geschäft des Unternehmens im Kern aus der Werbevermarktung besteht, die aktuell auch in einer Krise steckt.

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