Trotz Trump-Bann: 5G in den USA wird Huawei viel Geld einbringen

Von John Woll am 11.06.2020 14:52 Uhr
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Die USA stemmen sich mit aller politischen Gewalt gegen einen Einsatz von Huawei-Technik in 5G-Netzen - sowohl im Inland als auch im Aus­land. Eine neue Studie zeigt jetzt: Egal wie sich die USA verhält, Huawei wird auch beim Aufbau des US-Netzes Kasse machen.

Egal, wie sehr Trump wettert: Huawei verdient am 5G-Netz in den USA mit

Ein Blick in unser 5G-Special zeigt, dass die letzten Monate vom Kampf der USA gegen den chinesischen Konzern Huawei geprägt waren. Dabei geht es US-Präsident Donald Trump auch darum, dass die neue Mobilfunk-Generation möglichst ganz ohne Beteiligung von Huawei aufgebaut wird. Eine Studie zeigt jetzt laut Bloomberg, dass dieser Wunsch an der Realität einer Branche, die durch Patente eng verzahnt ist, weit vorbeigeht. Ob die USA will oder nicht: Huawei wird am 5G-Netz in den Vereinigten Staaten mitverdienen.

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In der Studie der Technologieforschungsunternehmen GreyB Services Pte und Amplified AI Inc. wurden Erfindungen identifiziert, die am engsten mit dem 5G-Standard in Verbindung stehen. Das Ergebnis: Nur sechs Unternehmen halten 80 Prozent der für den Aufbau der Netzwerke nötigen Patente: Huawei, Samsung Electronics Co., LG Electronics Inc., Nokia Oyj, Ericsson AB und Qualcomm Inc. - letztere ist das einzige Unternehmen aus der Gruppe mit Sitz in den USA.

Die Schlussfolgerung für die USA in Bezug auf Huawei: "Selbst wenn sie ein anderes Unter­nehmen für den Aufbau der 5G-Infrastruktur beauftragen, müssen sie das chinesische Unternehmen aufgrund des intellektuellen Beitrags zur Entwicklung der Technologie bezahlen", so Studienleiter Deepak Syal.

Die Summe ist ungewiss

Aktuell ist noch nicht abzusehen, welche Unter­nehmen welche Summen mit Patenten im Zusammenhang mit dem Aufbau von 5G verdienen werden. Das liegt unter anderem auch daran, dass Tech-Unternehmen darauf angewiesen sind, mit anderen Unternehmen gegenseitige Absprachen über die Nutzung von Patenten zu treffen. Diese definierten Standards müssen dann zu "fairen, angemessenen und nicht diskriminierenden" Bedingun­gen lizenziert werden. Oft kommt es aber auch erst nach jahrelangen Rechtsstreits zu solchen Einigungen.

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