Coronavirus lässt Speicherplatz neuer Smartphones weiter wachsen

Von Roland Quandt am 09.06.2020 19:54 Uhr
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Die Auswirkungen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus haben für Smartphone-Käufer in naher Zukunft offenbar positive Folgen: weil die Hersteller die Attraktivität der Geräte in Krisenzeiten steigern wollen, wird ein Anstieg der durchschnittlichen Speichergröße erwartet.

Wie der taiwanische Branchendienst DigiTimes meldet, gehen Quellen aus dem Markt davon aus, dass die Smartphone-Hersteller unter anderem über eine Steigerung der Speicherkapazitäten versuchen wollen, die Verkäufe wieder anzukurbeln. Sie sehen darin angeblich eine Möglichkeit, den durch das Coronavirus und andere Faktoren sinkenden Verkaufszahlen entgegenzuwirken.

Durchschnitt bald bei 128 Gigabyte

Die Zahl der Geräte, die ab Werk mit größerem Speicher, etwa mit 256 Gigabyte NAND-Flash daherkommen, werde einen größeren Anteil am Gesamtmarkt erreichen, so die Prognose. Auch Modelle mit 512 GB seien bald immer häufiger anzutreffen, heißt es weiter. Für das Gesamtjahr 2020 wird laut den Analysten der Firma ChinaFlashMarket ein Anstieg der Durchschnittskapazität über alle Smartphone-Verkäufe hinweg auf rund 119 Gigabyte erwartet.

Natürlich gibt es weiterhin Geräte mit weniger Festspeicher, doch wenn man den Vorhersagen der Marktbeobachter Glauben schenken kann, ist bald der Zeitpunkt erreicht, ab dem 128 GB Speicherplatz in einem Smartphone der Durchschnitt sind. Neben der Verwendung der Speichergröße als Verkaufsargument sehen die Quellen auch noch einige andere Faktoren, die für diese Entwicklung sorgen.

So sorgt auch die Rückkehr zur Normalität im chinesischen Smartphone-Markt für einen Anstieg der Durchschnitts-Kapazität, Angeblich ist auch die Einführung einer Vielzahl von Mittelklasse-Smartphones mit integriertem 5G-Modem durch diverse Hersteller ein Faktor für diese Entwicklung. Während die neue Mobilfunknetze hierzulande noch in den Kinderschuhen stecken, ist die Nachfrage in China bereits riesig. Weil die staatlichen Netzbetreiber mit Sub6-Netzen den Ausbau massiv vorantreiben, entfielen allein im April bereits 40 Prozent der Smartphone-Verkäufe in China auf 5G-fähige Geräte.

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