AMD beendet verfrüht Treiber-Support für Intel Kaby Lake-G-CPUs

Von Nadine Juliana Dressler am 08.06.2020 21:20 Uhr
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AMD hat die Unterstützung für die erst 2018 erschienenen Kaby-Lake-G-Prozessoren überraschend beendet. Diese CPUs hatten zum ersten Mal eine dedizierte AMD-Radeon-Grafik verbaut, was sich aber nicht am Markt durchsetzte - nun ist Schluss mit Treiber-Updates.

Laut einem Bericht von Tom's Hardware wird AMD keine Treiber-Updates mehr liefern. Die Kaby-Lake-G-Einheiten waren dabei ein interessantes, wenn auch sehr gewagtes Expe­ri­ment: Dabei handelt es sich um Intel CPUs der siebten Generation der H-Serie, die mit zusätzlicher AMD Radeon-Grafik ausgestattet sind. Man findet sie beispielsweise im Intel NUC 8 Extreme Mini-PC. Die Zusammenarbeit von AMD und Intel war allerdings nicht besonders gut geglückt. Bei der Vorstellung der Kombination hatte Intel 2018 die Unter­stützung von fünf Jahren angekündigt - ein üblicher Zeitrahmen für den Support. Das scheint sich nun erledigt zu haben, denn dem Bericht zufolge kann man nicht einmal ein Treiber-Update erhalten, welches das neue Windows 10 Mai 2020 Update unterstützt.

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Kein Windows 10 Mai 2020 Update möglich?

Intel hatte zudem schon zum Start des Jahres 2020 die Serie eingestellt. Dass aber auch die Treiber-Updates so früh eingestellt werden, überrascht. Es gibt zwar nur eine Handvoll Produkte, die jemals Kaby Lake G verwendet haben. Dennoch ist diesen Geräten, wie es jetzt scheint, nun der Zugang zum Windows 10 Mai 2020 Update versperrt, da es kein entsprechendes Treiber-Paket gibt. Wer es mit einem anderen AMD-Treiber versucht, erhält laut Tom's Hardware nur Fehlermeldungen.

Auf Nachfrage bei Intel bekam Tom's Hardware folgende Antwort:

"Wir arbeiten daran, die Unterstützung für Radeon-Grafiktreiber auf Intel NUC 8 Extreme Mini-PC (bisher unter dem Codenamen "Hades Canyon") wieder einzuführen." Intel setzt künftig auf die sogenannte Xe Grafik-Architektur. Bei AMD wurde ebenfalls um eine Stellungnahme gebeten, doch bisher gab es von dem Unternehmen noch keine Erklärung zur Zukunft der Kaby Lake G-Updates.
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