SpaceX schickt 60 Starlink-Satelliten mit "Sonnenbrillen" ins All

Von Witold Pryjda am 04.06.2020 10:53 Uhr
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Elon Musks Raumfahrtunternehmen hat vor ziemlich genau einem Jahr begonnen, die ersten Starlink-Satelliten in den Orbit zu schießen, diese sollen einmal die Erde mit Internet versorgen. Doch die Pläne haben auch Kritiker, Astronomen befürchten, dass Starlink den Himmel "zumüllt".



SpaceX: Weniger Satelliten, weniger Missionen
Infografik SpaceX: Weniger Satelliten, weniger Missionen

Doppelt erfolgreiche Woche für SpaceX

Am Wochenende konnte sich SpaceX über den wohl größten Erfolg in der Geschichte des Unternehmens und der privaten Raumfahrt insgesamt freuen, denn man konnte gemeinsam mit der NASA nach rund einem Jahrzehnt ohne fremde Hilfe erfolgreich US-Astronauten ins All befördern. Bereits wenige Tage später führte SpaceX den nächsten Raketenstart durch, dieses Mal waren aber "nur" Satelliten an Bord.

Erneut transportierte die Falcon 9-Rakete Starlink-Satelliten ins All, insgesamt hat SpaceX mittlerweile 480 im niedrigen Erdorbit platziert (482, wenn man die ersten beiden Prototypen mit einrechnet). Die nun gestarteten 60 Satelliten sind allerdings - wie versprochen - mit einer Neuerung ausgestattet, denn sie haben eine Blendvorrichtung, die speziell dafür gedacht ist, Reflektionen des Sonnenlichts zu verhindern (via SlashGear).

Denn bisher hatten die Starlink-Satelliten reflektierende Oberflächen (allen voran bei den Antennen), die unter bestimmten Umständen wie der Tageszeit die Satelliten hell leuchten ließen. Der neuen Sonnenschutz soll vor allem verhindern, dass Astronomen bei der Arbeit gestört werden, denn diese hatten die bisherige SpaceX-Lösung heftig kritisiert.

Denn die Satelliten waren teilweise mit freiem Auge erkennbar, was wiederum auch dazu führte, dass Ufo-Meldestellen vermehrt mit Anrufen zu tun hatten, die Starlink für unidentifizierte Flugobjekte hielten. Sollte sich die Sonnenblende der aktuellen Satelliten bewähren, dann werden alle Starlink-Einheiten künftig damit ausgestattet. Es ist aber nicht bekannt, ob man die 420 reflektierenden Satelliten im Orbit lässt bzw. was damit passiert.
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