Tesla hat einen Ort für die zweite Ansiedlung in Deutschland gefunden

Von Christian Kahle am 28.05.2020 08:41 Uhr
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Der Elektroauto-Hersteller Tesla hegt weitergehende Pläne für sein Engagement in Deutschland. Nachdem der Bau der Gigafactory in Brandenburg Fahrt aufnimmt, wird nun auch die Ansiedlung eines Entwicklungszentrums konkreter.

Nach Informationen des Berliner Tagesspiegels soll dieses in der Bundeshauptstadt einen Platz finden. Tesla wird sich dabei nicht einfach in ein normales Bürogebäude einmieten. Die Entwickler und Designer des Unternehmens sollen vielmehr in einem ehemaligen Gasometer im Bezirk Schöneberg arbeiten. Dabei handelt es sich um einen ehemaligen Speicher für Gas-Reserven, der 1995 außer Betrieb ging und zwischenzeitlich unter anderem das Studio beherbergte, in dem die Talkshow von Günter Jauch aufgezeichnet wurde.

In der nächsten Zeit soll das Bauwerk weiter umgebaut werden. Wenn dieser Prozess in voraussichtlich drei Jahren abgeschlossen ist, wird es im Erdgeschoss ein Konferenzzentrum geben, darüber dann rund 30.000 Quadratmeter Bürofläche, hieß es. Dort soll Tesla dann mit rund 2000 Mitarbeitern einziehen wollen. Der Eigner bestätigte zwar, dass zwei Unternehmen - beide Mobilitätsanbieter - als Mieter in Betracht kommen, nannte aufgrund von Verschwiegenheits-Vereinbarungen aber keine Namen.

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Arbeiten an Gigafactory laufen

Das Gasometer bildet den Kern des Euref-Campus'. Das rund 5,5 Hektar große Gelände beherbergt bereits eine Reihe von Firmen und Forschungseinrichtungen, die sich mit Klimaschutz und der Energiewende beschäftigen. In den kommenden Monaten sollen der Berliner Gasversorger Gasag, die Deutsche Energieagentur (Dena) sowie der Bundesverband Erneuerbare Energie hinzukommen. Tesla würde hier wahrscheinlich gut dazupassen.

Unterdessen gehen die Bauarbeiten an der Gigafactory vor den Toren der Hauptstadt voran. Das Brandenburger Landesamt für Umwelt hat bereits die Genehmigungen für die Arbeiten an den Fundamenten erteilt. Was genau dazugehört, war wohl nicht ganz klar. So haben die Bauarbeiter auch schon erste Pfähle zum Stützen der Gebäudebasis auf dem Sandboden in die Erde getrieben. Das war so allerdings noch nicht erlaubt, was nun erst einmal zu einem Ordnungswidrigkeitsverfahren führte.

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