Coronakrise schafft es sogar, GeForce Now neues Leben einzuhauchen

Von Witold Pryjda am 22.05.2020 19:21 Uhr
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Die Coronakrise hat fast die gesamte Welt zu Hause eingesperrt. Viele nutzen die Gelegenheit um zu lesen, Streaming-TV zu gucken, aber auch zu Games zu greifen. Die Nachfrage war so groß, dass sogar Nvidias bisher glückloser Cloud-Gaming-Dienst Zuwächse feiern konnte.

GeForce Now hat Anfang Februar dieses Jahres seine lange Betaphase verlassen, der Cloud-Gaming-Dienst des Grafikkarten-Spezialisten Nvidia wurde von den meisten Testern auch positiv bewertet. Doch kurz nach dem offiziellen Start folgte eine Reihe an Absagen und Rückzügen, denn fast im Tagestakt gab ein Publisher bekannt, dass man GeForce Now nicht (länger) unterstützen wird.

Activision Blizzard, Bethesda, 2K Games machten den Anfang, später folgten auch noch Microsoft, Codemasters und Warner Bros. Kurzum: Technisch mag GeForce Now zwar gut funktionieren, viele (prominente) Spiele kann man damit aber nicht nutzen.

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Zwei Millionen Nutzer

Und dennoch konnte die Coronakrise dafür sorgen, dass sich GeForce Now gut entwickelt. Denn im Rahmen der aktuellen Geschäftszahlen wurde bekannt gegeben, dass der Dienst derzeit rund zwei Millionen Nutzer hat (via PC Mag). Das ist in etwa eine Verdopplung seit dem Start bzw. Verlassen der Beta Anfang Februar, denn während der Testphase zählte GeForce Now rund eine Million Nutzer.

Colette Kress, Chief Financial Officer bei Nvidia, sprach allerdings ganz allgemein von Nutzern, es ist deshalb unklar, wie viel die Zahlen tatsächlich wert sind. Denn derzeit ist der Dienst noch (mit einigen Einschränkungen) kostenlos nutzbar, das uneingeschränkte Premium-Abo gibt es für 5,49 Euro pro Monat. Nvidia zählt also vermutlich alle Mitglieder, also auch die Inaktiven bzw. kostenlos spielenden.

Ob GeForce Now langfristig erfolgreich sein kann, wird von der Anzahl der unterstützten Spiele abhängen. Derzeit können rund 650 Titel darüber genutzt werden, Nvidia versprach aber, dass man in absehbarer Zukunft etwa 1500 weitere hinzufügen wird.
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