Doom Eternal: Spieler protestieren erfolgreich gegen Denuvo Anti-Cheat

Von Witold Pryjda am 22.05.2020 16:46 Uhr
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Vergangene Woche hat id Software das erste große Update nach dem Release von Doom Eternal freigegeben und dieses kam alles andere als gut an. Das lag vor allem an der Einbindung von Denuvo Anti-Cheat, das mit einem Kernel-Level-Treiber arbeitet. Doch das kommt nun weg.

Denuvo Anti-Cheat soll eigentlich ein effektives Mittel gegen das Schummeln sein und das ist es wohl auch. Das liegt daran, dass sich das Tool sehr tief mit einem Treiber im System einnistet, nämlich im Kernel. Das ist vereinfacht erklärt zwar effektiv, aber auch risikoreich. Denn wenn der Treiber eine Lücke hat, dann ist diese entsprechend tief und gefährlich.

Mehr noch: Das Anti-Cheat-System von Irdeto, das den Namen der ungeliebten bis verhassten österreichischen Anti-Tamper-Lösung Denuvo trägt, hat bei einigen auch schwerwiegende Auswirkungen auf die Performance, mancher Nutzer sprach sogar von Leistungseinbrüchen, die Doom Eternal unspielbar machen. So war zumindest die Vermutung.

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Wegen der Sicherheits- sowie Leistungsproblematik gab es entsprechend auch einen Sturm der Entrüstung, die Spieler-Proteste haben auch eine Wirkung: Denn gestern veröffentlichte Marty Stratton, Executive Producer von Doom Eternal, auf Reddit ein Statement (via PC Gamer), in dem er ankündigt, dass man Denuvo Anti-Cheat wieder aufgeben wird. Dieses wird mit dem nächsten Update entfernt.

Nicht an Performance-Problemen schuld

Stratton schreibt, dass man zwar nur die "besten Absichten" gehabt habe, das Feedback der Spieler aber eindeutig gewesen sei und man deshalb den Ansatz der Anti-Schummel-Integration überdenken müsse. Das Minimum sei die Möglichkeit, den Single-Player-Gamern die Möglichkeit zu geben, ohne ein Anti-Cheat-System spielen zu können.

Eine Schummel-Abwehr soll es aber dennoch geben, diese wird es aber in erster Linie für Ranglisten-Spiele und ähnliches geben. Stratton merkte auch an, dass die Leistungsprobleme nichts mit Denuvo zu tun haben, aber auch mit dem nächsten Update gefixt werden.
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