Jetzt doch: AMD Ryzen 4000 "Zen 3" läuft mit alten Motherboards

Von John Woll am 20.05.2020 13:29 Uhr
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Für den Start der Zen-3-Architektur sollten Motherboards der 400er-Serie eigentlich nicht mehr unterstützt werden. Jetzt revidiert AMD diese Ent­scheidung: X470 und B450 erhalten BIOS-Updates. Allerdings gibt es für Nutzer nach der Durchführung keinen Weg zurück.

Das Feedback will AMD dann doch umgestimmt haben

Dass neue CPU-Architekturen auch neue Ansprüche an das Motherboard mit sich bringen ist keine Seltenheit - wobei an dieser Stelle vor allem Intel immer wieder unangenehm auffällt. AMD hatte mit dem AM 4 Sockel im Frühjahr 2017 den letzten Sprung in Sachen Mother­boards vollzogen. Vor Kurzem hatte man dann angekündigt, dass man mit dem Start von Zen 3 zu große technische Probleme - vor allem beschränkte ROM-Kapazitäten - mit vielen "AMD 400 Series Motherboards" sieht, um diese noch einmal für die neue CPU-Generation fit zu machen. Diese Entscheidung nimmt man jetzt zurück.

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Wie das Unternehmen in einem ausführlichen Post auf Reddit schreibt, werden B450 und X470 Boards nun doch mit Zen 3 funktionieren. "Das Team hat das Feedback gegen die technischen Herausforderungen abgewogen und beschlossen, den Kurs zu ändern", so AMD. "Infolgedessen werden wir einen Upgrade-Pfad für B450- und X470-Kunden bieten, der Unterstützung für AMD-Ryzen-Prozessoren der nächsten Generation mit der "Zen 3"-Architektur bietet."

Die Entscheidung sei sehr frisch und noch nicht alle technischen Details geklärt, AMD gibt aber schon mal einen Ausblick, wie der Ablauf des Upgrades wohl aussehen wird: Mit Motherboard-Partnern soll der Code entwickelt werden, der es möglich macht, "ausge­wählte Beta-BIOS für AMD B450- und X470-Motherboards" bereitzustellen. Diese "optionalen BIOS-Updates" werden die Unterstützung für viele vorhandene Ryzen-Desktop-Prozessormodelle deaktivieren, um den erforderlichen ROM-Speicherplatz verfügbar zu machen.

Kein zurück mehr

Diese Updates sind laut AMD aber ein "Einweg-Upgrade-Pfad", das Zurückflashen auf eine ältere Version wird also nicht möglich sein. "Um die Gefahr von Verwirrungen zu verringern, möchten wir den BIOS-Download nur verifizierten Kunden von Motherboards der 400er-Serie anbieten, die einen neuen Desktop-Prozessor mit "Zen 3" gekauft haben", so das Unter­nehmen weiter. Außerdem könne man nicht garantieren, dass die BIOS-Updates sofort zum Start von Zen 3 zur Verfügung stehen. Für die "beste Leistung" empfiehlt man weiterhin Motherboards der 500er-Serie.
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