The Culling: Battle-Royale-Shooter will bezahlt werden - pro Partie

Von Witold Pryjda am 13.05.2020 15:15 Uhr
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Es ist verständlich und auch gut so, dass Spiele-Entwickler für ihre Arbeit bezahlt werden wollen. Die Macher von The Culling bzw. der Rückkehr des ursprünglich im Oktober 2017 veröffentlichten Multiplayer-Shooters wollen pro Partie bezahlt werden, wenn man kein Abo abschließt.

Heutzutage ist es alles andere als schwer, einen Battle-Royale-Shooter zu finden, den man komplett kostenlos spielen kann. Fortnite, Apex Legends und zuletzt auch Call of Duty: Warzone bieten viele Stunden Spielspaß und das, ohne einen Cent dafür bezahlen zu müssen. Denn Geld verdienen Epic Games, EA, Activision und Co. in der Regel mit kosmetischen Zusatzgegenständen wie Skins.

Das Geschäftsmodell, das sich Entwickler Xaviant überlegt hat, ist aus vielen Gründen bemerkenswert. Denn man hat es nicht nur mit einer Reihe an hochwertigen Konkurrenten zu tun, sondern verlangt für The Culling Origins, wie der Relaunch des Spiels heißt, gleich auf mehrfache Weise Geld. So muss man zunächst für das Spiel selbst bezahlen. Das ist mit 5,99 Dollar zwar nicht besonders viel, aber das ist nicht alles.



Denn um tatsächlich spielen zu können, muss man 1,99 Dollar für sieben Tage oder 5,99 Dollar pro Monat überweisen. Wer kein solches Zeit-Abo für unlimitierten Zugang abschließt, der kann einmal pro Tag kostenlos an einem Match teilnehmen. Ansonsten muss man aber jede Partie mit einem Token bezahlen. Diese kann man einerseits durch erfolgreiches Spielen verdienen, andererseits wird man diese auch gegen Echtgeld kaufen können. Drei Match-Tokens gibt es für einen Dollar, für fünf Dollar gibt es 20 virtuelle Jetons (via Eurogamer).

Kandidat für den Index?

Das ist eine gewagte Monetarisierungsstrategie, denn wie erwähnt sind gute und kostenlos spielbare Battle-Royale-Games dieser Tage alles andere als eine Mangelware. Wer sich dennoch für den zunächst für Xbox One und später für den PC verfügbaren Titel interessiert, der bekommt ein extrem brutales Spiel, bei dem wir uns nicht wundern würden, wenn in Deutschland die dieser Tage an sich sehr entspannte Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien den Bannhammer aus der Schublade holt.
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