SpaceX veröffentlicht Simulator, mit dem man an die ISS andocken kann

Von Witold Pryjda am 13.05.2020 14:03 Uhr
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Wer schon immer einmal wissen wollte, wie sich ein realistisches Andock­manöver im Weltraum anfühlt, der hat nun die Gelegenheit dazu. SpaceX hat einen Browser-basierten Simulator veröffentlicht, mit dem man manuell an die Internationale Space Station (ISS) andocken kann.

SpaceX bereitet sich dieser Tage auf den ersten bemannten Flug der Raumkapsel Crew Dragon vor und aus diesem Anlass hat das private Raumfahrtunternehmen einen Simulator freigegeben. Damit kann man einen Teil der Mission zu Hause ausprobieren, und zwar unter möglichst realistischen Umständen.

Überraschend simples Interface

Auf der ISS-Sim heißt es, dass diese Simulation es erlaubt, sich mit der Kontrolle der tatsächlichen Benutzeroberfläche vertraut zu machen, die NASA-Astronauten verwenden, wenn sie die Raumkapsel manuell an die Internationale Raumstation andocken müssen (via TechCrunch).

SpaceX Crew Dragon Simulator
Das Andocken erfordert Fingerspitzengefühl und Geduld

Das ist allerdings ein eher theoretischer Fall, den man bei einem Flug zur ISS möglichst vermeiden will. Denn an sich läuft der Andockvorgang komplett automatisch ab, in der Regel müssen die Astronauten die Sache nicht selbst in die Hand nehmen - es sei denn, es gibt einen Notfall oder ein sonstiges Problem mit dem vollautonomen Vorgang.

SpaceX Crew Dragon Simulator

Das Interface ist laut SpaceX realistisch und entspricht jenem, das auch die Raumfahrer zu sehen bekommen. Das ist auf den ersten Blick etwas überraschend, denn es sieht einigermaßen simpel aus.

Das ist auch kein Zufall, denn die meisten Displays an Bord von Crew Dragon sind auch Touchscreens. Gesteuert wird auf der Tastatur per WASD und Pfeiltasten, man sollte sich vor dem Start die kurze Anleitung ansehen (siehe auch Galerie oben), um den Vorgang erfolgreich abschließen zu können.

Das Ganze ist natürlich nicht so einfach, wie es vielleicht auf den ersten Blick aussieht und dauert vor allem auch eine ganze Weile. Denn die kleinste falsche Bewegung kann Folgen haben und das erfolgreiche "Einparken" verhindern, man muss also viel Fingerspitzengefühl und Geduld an den Tag legen.
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