Disney: Gegen den Corona-Einbruch hilft auch kein Streaming mehr

Von Christian Kahle am 06.05.2020 14:06 Uhr
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Wenn der grenzenlose Konsum durch eine Krise massiv eingeschränkt wird, bekommt dies ein Konzern wie Disney mit voller Wucht zu spüren. Ein bisschen Streaming hilft da am Ende auch nicht mehr, wie die aktuellen Bilanzen zeigen.

Der neue Streaming-Dienst Disney+ soll inzwischen auf 54,5 Millionen Abonnenten geklettert sein. Allerdings dürften darunter auch noch diverse User sein, die mit einem Promotion-Zugang unterwegs sind, mit denen das Unternehmen erst einmal schnell einen gewissen Bestand aufbauen will. Allerdings spielen diese Zahlen ohnehin noch keine Rolle für die Bilanzen des ersten Quartals, doch werden sie im zweiten Jahresviertel wohl eine wichtige Größe im Geschäft Disneys darstellen, wenn die Corona-Krise voll durchschlägt.

Bereits im Zeitraum Januar bis März machten sich die Anfänge der Probleme massiv bemerkbar. Immerhin musste Disney einen großen Teil seines Geschäfts, der nichts mit Online-Angeboten und Medienlizenzen zu tun hat, herunterfahren. Die Freizeitparks, Urlaubsanlagen, Merchandising-Läden und sogar das Kreuzfahrt-Geschäft liegen aufgrund der Maßnahmen zum Infektionsschutz komplett brach.

Einnahmen weggebrochen

All diese Aktivitäten kosten viel Geld und liefern nun keine Einnahmen mehr. Im ersten Quartal waren vor allem die Standorte in Asien betroffen, erst im Laufe des März folgten dann weitere in den USA und Europa. Allein dies sollte schon dafür sorgen, dass der operative Gewinn Disneys um 58 Prozent einbrach. Nach Berechnungen des Konzernmanagements soll noch vor dem April ein Schaden von rund 1,4 Milliarden Dollar entstanden sein. Und da erst das laufende zweite Quartal komplett vom Lockdown betroffen ist, dürfte das Ergebnis hier dann entsprechend katastrophal ausfallen.

In den ersten drei Monaten des Jahres erzielte Disney einen Umsatz von 18 Milliarden Dollar, was immerhin noch eine ordentliche Steigerung um 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr ist. Der Nettogewinn brach aber bereits um rund 90 Prozent auf 460 Millionen Dollar ein. Mit konkreten Prognosen zu den derzeitigen Monaten April bis Juni halten sich alle Seiten ein gutes Stück zurück.

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