Amazon gegen den Rest: Stiftung Warentest vergleicht E-Book Reader

Von Nadine Juliana Dressler am 06.05.2020 09:40 Uhr
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Die Stiftung Warentest hat ihren Vergleichstest von E-Book-Readern und dazugehörigen Lese-Apps erneuert. Der Gewinner kommt dieses Mal nicht von Amazon. Es ist der Tolino Epos 2 - der kostet aber auch knapp 300 Euro und ist das teuerste Gerät im Test.

Für die Stiftung Warentest gibt es aktuell keine besseren E-Book-Reader als den Tolino Epos 2. Er überzeugte durch viele Extras in der Bedienung und bekam im neuen Test die Gesamt­note 1,6 - die Tester bemängelten lediglich die Akkulaufzeit. Die Stiftung Warentest hatte dabei für die Mai-Ausgabe des Magazins Test insgesamt neun E-Book-Reader sowie zwei Lese­apps getestet und gibt nun Tipps, welches System zu welchem Leser passt.

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Unterschiede der Systeme

Im Grunde brechen die Warentester es auf die zwei Systeme von Amazon oder Tolino und Co. runter, wie es im Test heißt. Bei Tolino und Co. werden noch Pocketbook und Kobo mitge­testet. Die Aufteilung erfolgte aufgrund der Bezugsquellen für Bücher. Nutzer von Amazon Kindle können E-Books fast nur bei Amazon kaufen, kopiergeschützte Titel nicht weitergeben und auch keine Bücher in der Bibliothek leihen, so die Warentester. Ausnahme ist nur die Option, selbst PDFs zum Lesen mit zu übertragen.

Die Lesewelt von Tolino, Pocketbook und Kobo bietet da mehr Freiheiten, da es verschiedene Shop-Systeme gibt, die genutzt werden können. Über diese grundlegenden Unterschiede sollte man sich im Vorfeld der Anschaffung seine Gedanken machen.

Die Preise der E-Book-Reader im Test reichten von rund 90 Euro (Amazon Kindle und Tolino Page 2) bis fast 300 Euro (Tolino Epos 2). Im Test ging es dabei mehr um die Technik, also um Features, nicht um die Shops der Anbieter.

Lesespaß und Funktionen

Der teuerste im Test überzeugte vor allem durch den "meisten Lesespaß", so die Tester. Der Epos 2 bietet ein großes Display mit toller Bildqualität und zahlreiche Extras. Die beiden Preis-Leistungs-Sieger Kindle Paperwhite und Pocketbook Touch HD3 sind dagegen kom­pakter und kosten nur rund 140 bis 160 Euro. Insgesamt gibt es aber bei allen aktuellen Geräten kaum etwas zu meckern. Selbst das günstigste Gerät überzeugt durch die Bild­qualität, viel falsch machen kann man bei seiner Auswahl daher nicht.

Alle Leseapps von Amazon und Tolino für Tablets und Smartphones bekamen nur ein "Befriedigend". Sie tun zwar ihren Dienst, sind jedoch nicht komfortabel. Zudem sind die Displays nicht so gut geeignet, wenn man länger lesen möchte.

Der Test findet sich in der Mai-Ausgabe der Zeitschrift test und ist online unter www.test.de/e-book-reader abrufbar.
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