Apple iOS 13.5: Neue Beta mit Corona-Tracing und Maskenerkennung

Von Stefan Trunzik am 30.04.2020 07:58 Uhr
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Mit einer neu veröffentlichten iOS-Beta hebt Apple das mobile Be­triebs­sys­tem für iPhones auf die Version 13.5 Beta 3 an. Zu den Neuerungen des Updates gehören die Implementierung der Corona-Tracing-API und eine Face-ID-Erweiterung zur Erkennung von Gesichtsmasken.

Bereits Anfang April gab Apple bekannt, zusammen mit Google an einem Kontakt-Tracking in Hinsicht auf den sich weiterhin verbreitenden Coronavirus (COVID-19) zu arbeiten. Jetzt hält die neue API Einzug in das iPhone-Betriebssystem. Apple iOS 13.5 Beta 3 erlaubt das Sam­meln anonymisierter Daten (Tokens) von sich in der Nähe befindlichen Personen mit Hilfe der Bluetooth Low-Energy-Technologie. Über kommende Corona-Apps können vorab verifizierte Ärzte und Ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­tio­nen nach Zustimmung des Nutzers eine Rückverfolgung anstoßen, sollte sich dieser mit dem Coronavirus angesteckt haben.

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Anonymer Datenaustausch zur Corona-Eindämmung und Face-ID-Update

Bei diesem System handelt es sich lediglich um ein anonymes Kontakte-Tracing, welches lokal auf dem Smartphone des Nutzers stattfindet. Nutzt man eine der neuen Corona-Apps und identifiziert sich über diese als COVID-19-Infizierter, hat man die Wahl die vom iPhone gesammelten Daten der letzten 14 Tage zur Rückverfolgung in die Cloud hochzuladen. Der Vorteil kann sein, dass durch Bestätigung eines positiven Coronavirus-Tests die in Kontakt geratenen Personen ebenfalls anonym benachrichtigt werden können. Die Eindämmung des Virus und gezielte Tests sollen somit verstärkt werden. Informationen über die Identität des Infizierten bleiben dabei verschlüsselt.

Parallel zum Kontakt-Tracing spendiert Apple mit iOS 13.5 Beta 3 der Ge­sichts­er­ken­nung via Face ID ein Update. Das so genannte True­Depth Kamera-System an der Front erkennt ab sofort, ob der Nutzer eine Schutz­mas­ke trägt. Statt das Gerät zu entsperren wird man jedoch zur PIN- oder Passwort-Eingabe weitergeleitet, um sich den Prozess der Fehl­er­ken­nun­gen und den damit verbundenen Zeit­auf­wand zu ersparen. So­mit reagiert Apple auf die mittlerweile auch in Deutsch­land herrschende Mas­ken­pflicht, die hier­zu­lan­de jedoch bun­des­weit vorerst nur in öf­fent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln und im Ein­zel­han­del ausgerufen wurde.

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