Disney "kapert" Hashtag #MayThe4th und erntet einen Shitstorm

Von Witold Pryjda am 28.04.2020 15:36 Uhr
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Am nächsten Montag findet der Star Wars Day statt und Disney hat sich dafür auch einiges einfallen lassen. So zeigt man etwa früher als erwartet den Abschluss der Skywalker-Saga und startet auch The Mandalorian-Doku. Doch der Medienkonzern hat auch einen Shitstorm ausgelöst.

Der Star Wars Day, der traditionell am 4. Mai stattfindet, ist vor allem in sozialen Medien ein Großereignis, da viele Nutzer ihre Liebe zu diesem Science-Fiction-Universum zum Ausdruck bringen. Es gibt also jedes Jahr entsprechend viele Tweets und sonstige Beiträge in sozialen Netzwerken.

Gestern hat auch Disney, das seit bereits etlichen Jahren im Besitz von Star Wars ist, dazu aufgerufen, die "Saga zu zelebrieren", Fans sollten auf einen bestimmten Tweet mit ihrer liebsten Star Wars-Erinnerung antworten und dabei auch den Hashtag #MayThe4th verwenden.

Allerdings teilte Disney+ auch mit, dass alle, die bei diesem Tweet den Hashtag #MayThe4th einsetzen, sich automatisch mit der Verwendung des Tweets und Kontonamens durch Disney in allen Medien einverstanden erklären. Darüber hinaus sei eine solche Tweet-Antwort auch eine Einverständniserklärung an die von Disney im Tweet verlinkten Nutzungsbedingungen.


Rechtliche Absicherung

Die Terms of Use sind auch in der deutschen Fassung mehrere Seiten lang. Darin schreibt Disney in einer Passage, dass man keinen Anspruch auf das Eigentum am nutzergenerierten Inhalt erhebt, der Nutzer aber - in aller Einfachheit - dem Konzern die Rechte einräumt, die Tweets lizenzfrei nutzen zu können. Im Wesentlichen sichert sich der Konzern damit pauschal ab, dass man die jeweiligen Tweets auch für eigene (Werbe-)Zwecke verwenden darf, das Wie dieser Absicherung war aber sicherlich mehr als unglücklich.

Es folgte dennoch ein Shitstorm der Nutzer, denn die Tweets von Disney machten den Eindruck, als würde der Konzern einen Hashtag kapern wollen. Es ist sicherlich fragwürdig, ob eine solche Feststellung auf Twitter rechtlich überhaupt einwandfrei ist, laut Newsweek hat Disney deshalb Nutzer explizit auch einzeln kontaktiert, um sich das Einverständnis zu holen.

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