DirectX 12 Ultimate: Microsoft stellt API für moderne Grafikkarten vor

Von Tobias Rduch am 19.03.2020 23:39 Uhr
Microsoft hat die brandneue Grafik-Schnittstelle DirectX 12 Ultimate vor­gestellt. Die Low-Level-API enthält eine Reihe an zusätzlichen Funk­tio­nen, wo­zu auch Raytracing gehört. Die Nutzer können jetzt von besserem Textur-Streaming, höheren Bildraten und weiteren Vorteilen profitieren.

Bei den neuen Features handelt es sich um Raytracing in der Version 1.1, Variable Rate Sha­ding (VRS), Mesh Shaders und Sampler Feedback. In DXR 1.1 sind Technologien wie Inline-Raytracing enthalten. Hiermit können Entwickler die verfügbaren Ressourcen für die Echtzeit-Strahlenberechnung effektiver nutzen. VRS gibt den Entwicklern eines Spiels die Möglichkeit, die Shading-Rate eines Bildes anzupassen. Damit ist es möglich, bestimmte Bereiche eines Bildes zu fokussieren und Ressourcen somit effizienter zu verwenden.

Mit der Mesh Shaders-Technologie lassen sich Objekte eines Bildes in unterschiedlichen Geo­me­trie-Detailgraden berechnen, sodass eine präzisere oder unpräzisere Oberflächenstruktur dargestellt wer­den kann. Damit lassen sich Spiele detailreicher darstellen. Sampler Feed­back soll eine bessere Performance und schnellere Textur-Ladezeiten mit sich bringen.

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Moderne Grafikkarte vorausgesetzt

Um in den Genuss von DirectX 12 Ultimate kom­men zu können, wird recht aktuelle Hard­wa­re benötigt. Neben den Nvidia RTX-20-Gra­fik­kar­ten sollen auch die Xbox Series X, die über einen RDNA2-Chip von AMD verfügt, sowie die AMD Navi-2X-GPUs mit der neuen Version der Grafik-API kompatibel sein. Obwohl die Nvi­dia GTX-16-Grafikkarten auf der neuen Tu­ring-Architektur basieren, sind die GPUs nicht für Di­rectX 12 Ultimate geeignet. Das gilt auch für die PlayStation 5, da die Konsole grundsätzlich kei­ne Kompatibilität für DirectX bietet.

Viele Techniken von DirectX 12 Ultimate wurden bereits im Herbst des vergangenen Jahres angekündigt. Außerdem sind die Turing-Grafikkarten von Nvidia schon seit einigen Monaten im Handel, sodass einzelne Spiele bereits mit Support für VRS ausgerüstet werden konnten.

Download 3DMark: DirectX-Benchmark-Test
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