PlayStation 5: Sony nennt die wichtigsten Details der PS5-Hardware

Von Witold Pryjda am 18.03.2020 18:38 Uhr
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Nach langer Funkstille hat Sony heute endlich die Funkstille gebrochen und einen ausführlicheren Einblick auf die PlayStation 5 gegeben. Gleich vorweg: Das Design hat man nicht gezeigt, es bleiben auch noch diverse Details offen, Preis oder Termin waren indes nicht zu erwarten.

Gestern haben wir noch geschrieben, dass Sony heute die Karten auf den Tisch legt. Das ist allerdings nur die halbe Wahrheit. Zwar hat Sony durchaus einen Einblick unter die Haube der Konsole gegeben, doch auch Richard Leadbetter meint, dass Sony - im Gegensatz zu Micro­­soft - sich eben noch nicht völlig in die Karten schauen lässt. Leadbetter, der für Euro­gamer die Technik-Ecke Digital Foundry leitet, muss es wissen: Denn er ist nicht nur die Koryphäe schlechthin, sondern wurde zuletzt auch von Microsoft eingeladen, um sich die Xbox Serie X anzusehen.

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Leadbetter meint allerdings in seinem Blick auf die PS5, dass sich das Konzept der Sony-Kon­sole in mancher Hinsicht grundlegend vom Microsoft-gerät unterscheidet. Denn nominell bietet die PS5 acht Zen 2 Cores mit 3,5 GHz. Die GPU leistet 10,28 TFlops (36 CUs bei 2,23 GHz). Damit ist die PlayStation 5 nominell schwächer als die Xbox Series X, denn diese bietet 3,8 GHz und 12 TFlops (52 CUs bei 1,825GHz). Der Arbeitsspeicher beträgt bei beiden Konsolen 16 GB GDDR6.

Mark Cerny hat in seiner heutigen fast einstündigen Präsentation allerdings vor allem über die SSD und die neue Tempest-Audio-Engine gesprochen. Die oben erwähnte schwierige Ver­gleich­bar­keit zwischen den Konsolenkonzepten liegt am Einsatz von "variablen Takt­­fre­quen­zen". Diese nennen sich "Boost", können aber nicht mit dem Begriff verglichen werden, wie er etwa in Smartphones oder sogar PC-CPUs und -GPUs zum Einsatz kommt.

Technische Daten zur Playstation 5

Wechselwirkung zwischen Leistung und Temperatur

Das liegt daran, dass bei den herkömmlichen Boosts die Leistungsspitzen an die Thermik gebunden sind. Das bedeutet, dass bei höherer Temperatur die Taktfrequenz zwar höher ist, die Framerates aber effektiv teils wesentlich niedriger sein können. Sony arbeitet mit einem System, das vereinfacht gesagt ein Power-Limit ist, an dieses passt sich die Frequenz an, was wiederum vom Workload abhängt.

Hierbei sollen CPU und GPU eng, auch was die Taktung betrifft, zusammenspielen, die PS5 wird die Temperaturen überwachen und die Frequenz entsprechend anpassen. Entwickler werden bei der PS5 auf Strom-Spitzen und -Spikes achten müssen, da diese Taktung und Performance beeinflussen könnten. Sonys Lösung hat allerdings den Vorteil, dass die PlayStation 5 GPU-Frequenzen erreichen kann, die wesentlich höher sind als erwartet.

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Cerny betonte deshalb, dass die Messung der Teraflops keine echte Aussage über das Resultat bzw. die Leistung bietet. Er gab aber auch offen zu, dass CPU und GPU nicht immer mit 3,5 GHz bzw. 2,23 GHz laufen werden, das aber letztlich für den Gamer kein Nachteil sein wird. Das ist alles sehr technisch und Sony wird den Beweis liefern müssen, dass das einerseits das gewünschte Resultat liefert, andererseits den Entwicklern nicht das Leben schwer macht. Eine (zu) ausgeklügelte Lösung war seinerzeit auch das Problem der PS3.

Zur SSD hat sich Sony bereits früher geäußert, wie Microsoft verspricht man hier stark ver­kürz­te Ladezeiten. Die Custom 825 GB SSD hat einen IO Throughput von 5,5GB/s (Raw) und in der Regel 8-9 GB/s (komprimiert).

Der Spei­cher wird erweiterbar sein, und zwar per M.2-NVMe SSD-Slot. Ein große Rolle in der Präsentation spielte der Sound, hier soll die so genannte Tempest Engine für ein drei­di­men­sio­na­len und "immersiven" Sound sorgen.

Für ein Fazit ist es aktuell zu früh, auch Digital Foundry meint, dass im Fall von Sony noch vieles Spekulation ist. Leadbetter meint allerdings, dass Sonys technischer Ansatz auf ein traditionelles Konsolendesign hindeutet, Microsoft habe hingegen eine "radikalere Lösung" gewählt.

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