Klassisches Pay-TV stirbt einen langsamen, aber unaufhaltsamen Tod

Von Witold Pryjda am 17.03.2020 11:57 Uhr
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Pay-TV, also Fernsehen, für das ein Abo nötig ist, dominierte noch vor ei­ni­gen Jahren das Bezahlgeschäft. Wer aktuelle Filme oder Sport­über­tra­gun­gen sehen wollte, kam vor allem an Sky nicht vorbei. Doch nun zeigt sich, nicht nur in Deutschland: Pay-TV stirbt unaufhaltsam.

Viele unserer Leser werden es sicherlich bestätigen können: Bis vor kurzem war Sky in vielen Fällen ein "gerne" oder besser gesagt gezwungenermaßen genutztes Angebot. Doch mittlerweile abonnieren Film- und Serienfans lieber Netflix, Disney+ und Co., Sport-Fans nutzen immer häufiger Dienste wie Dazn. Letzteres greift sich immer mehr Fußball-Rechte, es wäre auch nicht überraschend, wenn Dazn sich auch noch die Kronjuwelen von Sky, die Bundesliga, schnappt. Denn auch die DFL weiß wohl: Pay-TV liegt im Sterben, dem Streaming gehört die Zukunft.

Die Zeiten ändern sich

Daran lässt auch eine Studie von Grabyo (PDF) keine Zweifel: Denn das britische Videoproduktionsunternehmen hat 13.000 Menschen in elf Ländern befragt (via Tarnkappe), darunter den USA, Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien. Und das Fazit ist eindeutig: Die Kunden zieht es immer häufiger in Richtung der Streaming-Anbieter, die Abo-Sender erleben derzeit einen Kunden-Exodus.

Grabyo-Studie zu Pay-TV
In den U50-Gruppen dominiert Streaming inzwischen klar

Wenn es um Bezahlen für TV-Inhalte geht, hat Streaming erstmals Pay-TV überholt, ersteres ist bei 55 Prozent der Befragten der Fall, 50 Prozent haben noch ein klassisches Fernseh-Abo. Das klingt zunächst nicht dramatisch, doch die Zukunftsaussichten sind für Sky und Co. miserabel. Denn vor allem bei jungen Menschen liegt der Streaming-Anteil weit über dem Pay-TV, erst ab 50 Jahren dreht sich das um.

74 Prozent der TV-Konsumenten, die bereit sind, für TV-Inhalte zu bezahlen, werden bis 2025 Streaming nutzen, so die Studie. Der wichtigste Grund für die geplante Kündigung sind die Kosten, Streaming ist schlichtweg günstiger als klassische Fernseh-Abonnements.

Das wissen auch Anbieter wie Sky und versuchen seit geraumer Zeit, eigene Streaming-Portale aufzubauen. Mit mäßigem Erfolg: Für Sky Go zahlen in Deutschland 16 Prozent - 54 Prozent geben Geld für Netflix aus, bei Amazon Prime Video sind es 40 Prozent.

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