Entscheidung ist gefallen: Die Spiele-Messe E3 findet nicht statt

Von Christian Kahle am 11.03.2020 16:45 Uhr
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Die Absage der Spielemesse E3 steht nach jüngsten Informationen unmittelbar bevor. Die Veranstalter sollen die Vorbereitungen bereits im Wesentlichen eingestellt haben. Eine offizielle Verlautbarung durch die Entertainment Software Association (ESA) gibt es aber noch nicht.

Update 16.42 Uhr: Jetzt ist es offiziell: Veranstalter Entertainment Software Association hat soeben bekannt gegeben, dass die E3 dieses Jahr nicht stattfindet und verwies auf Gründe der "Gesundheit und Sicherheit", die über allem stünden (via Kotaku).

Der Branchenverband der Gaming-Industrie kann aber schon kaum noch anders handeln. Einerseits würde er mit einer Absage natürlich der eigenen Verantwortung in der Präventionsarbeit hinsichtlich einer Eindämmung der Corona-Epidemie gerecht werden. Angesichts einer steigenden Zahl von Ausstellern, die ihr Kommen angesichts der aktuellen Entwicklungen absagen, wäre aber ohnehin nicht mehr mit einem Event zu rechnen, das den Erwartungen entspricht.

Dass es ernst wird, ist spätestens mit einem Tweet des Publishers Devolver Digital klar geworden, in dem eine Stornierung von Flugtickets und Hotel-Reservierungen empfohlen wird. Inzwischen haben auch die Redakteure der US-Magazine Ars Technica und GameSpot ihre Quellen angezapft und erhielten Bestätigungen, dass die Veranstaltung in diesem Jahr nicht stattfinden wird.

Absage als Chance

Erstmals seit der Gründung der Messe im Jahr 1996 wird es in diesem Jahr also kein großes Branchen-Event geben, auf dem den Partnern und Händlern, aber auch den Spiele-Fans die zahlreichen kommenden Neuerungen gezeigt werden. Das wird aber natürlich nicht bedeuten, dass Gamer bald auf dem Trockenen sitzen. Es ist gerade hier davon auszugehen, dass die Anbieter ihre Neuigkeiten verstärkt online in den Fokus der Aufmerksamkeit zu rücken versuchen.

Eine Absage dürfte den Veranstaltern aber auch die wohl ziemlich nötige Gelegenheit geben, das Konzept der Messe noch einmal tiefergehend zu durchdenken. Denn dass man auch ohne die aktuelle medizinische Lage auf Probleme zusteuert, ist schon zuvor offensichtlich geworden. So hatte Sony trotz des bevorstehenden Playstation 5-Launches schon die Teilnahme abgesagt, als von Corona noch wenig zu hören war. Und auch andere Branchengrößen wollen nicht mehr zu dem Event kommen oder haben zunehmend Bauchschmerzen damit.

Siehe auch: Microsoft Teams: Nutzerzahlen explodieren wegen des Coronavirus
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