WoW-Spieler wegen GeForce Now-Nutzung 18 Monate gebannt (Update)

Von Stefan Trunzik am 21.02.2020 00:00 Uhr
32 Kommentare
Satte 18 Monate muss ein Spieler des MMORPG World of Warcraft auf der Strafbank Platz nehmen, weil er zum Spielen den Cloud-Gaming-Dienst GeForce Now genutzt hat. Das Streaming über die Nvidia-Plattform wur­de sei­tens Blizzard verboten und ist aktuell nicht mehr möglich.

Update 21.02.2020 00:00 Uhr: Mittlerweile hat sich auch der Blizzard Customer Support zu dem Thema gemeldet und nochmal bestätigt, dass die Verbannung bleibt. Das hängt aber wohl weniger damit zusammen, dass er vor 13 Jahren mal einen kleinen Fehltritt be­ging, sondern weil er offenbar Bots einsetzte. Im Anhang die übersetzte Wortmeldung:

Grüße, /u/Rogtrain. Wir haben einige Nachforschungen angestellt, und nach eingehender Prüfung Ihres Falles können wir bestätigen, dass die auf Ihrem Konto eingeleiteten Maß­nah­men korrekt waren und nicht aufgehoben werden. Diese Maßnahme wurde aufgrund der Verwendung von Bot-Software auf dem Konto ergriffen. Bitte beachten Sie, dass wir aus Sicherheitsgründen keine weiteren Einzelheiten preisgeben können.

Wir danken dem anonymen Einsender, der uns mittels News-Tipp einsenden auf diesen Umstand aufmerksam machte!

Auf Reddit berichtet der WoW-Spieler "Rogtrain" von einem 18-monatigen Bann, den Bliz­zard dem Nvidia-Fan aufgebrummt hat. Grund dafür soll die Nutzung des kürzlich aus der Beta-Phase entlassenen Spiele-Streaming-Dienstes GeForce Now sein, den er nach eigenen Angaben für lediglich fünf Minuten ausprobiert hatte. Scheinbar lang genug für die Game Master von World of Warcraft, um seinen Account bis August 2021 auf Eis zu legen.

World of Warcraft: Shadowlands - Cinematic-Trailer zum WoW-Add-on
videoplayer

Kleiner Fehltritt vor 13 Jahren? Blizzard vergisst nichts!

Als offizielle Begründung nannte Blizzard die laut Nutzungsbedingungen untersagte "Ver­wen­dung von Bots oder automatisierter Drittanbieter-Software". Im so genannten Endbenutzer-Lizenzvertrag (EULA) wird die Nutzung von unautorisierten Cloud-Computing-Services als Verstoß aufgeführt, der mit einem solchen Bann bestraft werden kann. Nach Miss­ver­ständ­nis­sen zwischen Nvidia und Activision Blizzard wurden zudem sämtliche Titel des Entwicklers und Publishers aus der Bibliothek von GeForce Now entfernt.

Wer die ausgesprochene Zeitstrafe als zu hoch empfindet, der sollte wissen, dass "Rogtrain" kein unbeschriebenes Blatt zu sein scheint, son­dern von Blizzard vermutlich als Wie­der­ho­lungs­tä­ter eingestuft wird. Wie er selbst bestätigt, wurde sein Account bereits vor 13 Jahren aufgrund der "illegalen" Beschaffung von Spielwährung bei Gold-Sellern im WoW-Addon Burning Crusade zeitweilig gesperrt. Somit wurde das Strafmaß für den World of Warcraft-Spieler mit einem 18-Monate-Bann vergleichsweise hoch angesetzt.

Bis jetzt sieht der Online-Support die Sperrung als ge­recht­fer­tigt an und bleibt bei seiner Ent­schei­dung. Es bleibt abzuwarten, ob die Tipps der Reddit-Community helfen, um die An­ge­le­gen­heit aufzuklären. Schließlich würde der Spieler sonst einen Großteil der kommenden Erweiterung "Shadowlands" verpassen, für die er bereits die 75 Euro teure Epic-Edition vorbestellt hatte.

Siehe auch:
32 Kommentare lesen & antworten
whatsapp
Jede Woche neu: Top-News per E-Mail
Verwandte Themen
World of Warcraft
Desktop-Version anzeigen
Hoch © 2020 WinFuture Impressum Datenschutz Cookies