Jedi-Auftrag gestoppt: Amazon erreicht Etappen-Sieg gegen Microsoft

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[o1] bear7 am 14.02. 09:52
+7 -1
also ich mag Trum ja auch nicht, aber wir entscheiden bei uns im Unternehmen auch nicht NUR nach Zahlen. Bei Ausschreibungen Zählt auch z.B. die Kommunikation und der persönliche Eindruck welchen unsere Projektmanager haben.
Daher kanns schon mal sein, dass ein unwesentlich schlechterer Auftrag gegenüber einem "unsympathischen" Unternehmen genommen wird (ein Grund für einen Entscheid muss hier "extern" nicht genannt werden).
[re:1] Der Lord am 14.02. 10:17
+7 -
@bear7: "...ein Grund für einen Entscheid muss hier "extern" nicht genannt werden"

Für ein privates Unternehmen ist das legitim. Dort ist die Rechenschaft nur gegenüber eventuellen Anteilseignern notwendig. Beim Projekt JEDI geht es aber um die öffentliche Hand und um Steuergelder. Die "Anteilseigner" sind die Steuerzahler und somit auch Herr Bezos. Insofern ist hier durchaus "extern" die Entscheidung zu begründen.
[re:1] b.marco am 14.02. 10:27
+ -
@Der Lord: ja naja, dann dürfte der Auftrag aber nie vergeben werden, da falls der Auftrag dann Amazon zugesprochen werden würde, Microsoft den gleichen Standpunkt einnehmen kann... Und wie bear7 richtig sagt, es gibt viele nicht messbare Kriterien, die immer in Zweifel gezogen werden können.
[re:1] thinal am 14.02. 11:00
+3 -
@b.marco: Es gibt Zeugen, die bestätigen, dass Trump persönlich darauf bestanden hat, dass Amazon den Auftrag nicht bekommt. Auch öffentlich hat er gesagt, dass man "genau hinschauen müsse". Was das dann bedeutet, sollte jedem klar sein.
[re:1] HeadCrash am 14.02. 16:22
+ -
@thinal: Wo gibt es denn diese Zeugen? Bisher habe ich diesbezüglich nichts gesehen. Es gibt Gerüchte, dass es an Trump liegt, aber konkreteres ist meines Wissens nicht bekannt.

Ich bin der Meinung, dass Amazon in diesem Fall einfach ein schlechter Verlierer ist und hier eine gewisse Überheblichkeit an den Tag legt. Das wirft kein gutes Licht auf das Unternehmen.

Dass Trump im Grunde gar nicht mehr im Amt sein dürfte, um solche Dinge überhaupt auch nur im Entferntesten zu beeinflussen, steht dabei natürlich außer Frage. Denn seine Korruptheit ist ja nun mehrfach bewiesen.
[re:2] Der Lord am 14.02. 11:18
+2 -
@b.marco: Natürlich könnte MS denselben Standpunkt einnehmen und entsprechend dagegen vorgehen. Natürlich gibt es nicht messbare Kriterien. Es ist dann im Zweifel Aufgabe der Judikative, diese Kriterien abzuwägen.

Die Frage ist jetzt, was genau das Gericht abwägt. MS muss erst einmal die Füße stillhalten. Das Projekt muss möglicherweise neu ausgeschrieben werden. Und wenn MS dann wieder gewinnt, diesmal aber mit gebotener Transparenz und ohne jeden Zweifel...

Hier sieht man übrigens schön eines der großen Probleme der Administration Trump. Da Herr Trump gegen jeden ätzt und hetzt, der ihm nicht nach dem Munde redet, sind solche Prozesse vorprogrammiert. Leider sehen seine verblendeten Anhänger nicht, dass der Mann dem Land eher schadet als nützt.

....

Und wenn ich Verschwörungstheoretiker wäre, würde ich jetzt postulieren, das war alles Absicht. Amazon klagt, bekommt Recht. Dann klagt MS und die Angelegenheit verzögert sich noch mehr. Irgendwann wird das Projekt eingestellt. Beide Firmen waren patriotisch genug, ihr Land verteidigen zu wollen. Trump gefällt das (außer vielleicht bei Amazon). Beide Unternehmen waren pazifistisch genug, es am Ende nicht zu machen. Der Belegschaft gefällt das. MS und Amazon sind in alle Richtungen die Guten. ;)
[re:2] FatEric am 14.02. 10:30
+3 -
@bear7: Guter Punkt. Problematisch wird es aber, wenn man den vermeintlich besseren nur deswegen nicht nimmt, um persönlich einem anderen eins auszuwischen, so wie hier Trump vs Bezos und das, obwohl es hier um kritische Infrastruktur geht, da hätten persönliche differenzen zwischen 2 Personen eigentlich nichts zu suchen. Ich bin sonst auch kein Freund von !Mimimi dann Klage ich halt", aber bei Trump sehe ich das persönlich etwas anders. Dem darf man wegen mir so viele Steine in den Weg legen, wie es nur möglich ist, sonst dreht der noch völlig frei.
Letztendlich werden wir aber wohl eh nie erfahren, was hinter den Kulissen abgelaufen ist.
[re:1] bear7 am 14.02. 10:38
+2 -
@FatEric: ja, definitiv. Aber dass es an Bezos vs Trump liegt, ist ja (wie du selbst schon sagst) auch nur eine "Vermutung".

Klar hier gehts um 10MRD welches Unternehmen (welches imstande wäre) hätte nicht gerne so einen Auftrag. Ich kann die Klage von Amazon verstehen. <- was Amazon aber nicht zwingend besser Qualifiziert oder gar Sympatischer macht ^^

Dass die Regierung nicht mit Fakten arbeitet kann man ja schon im Fall Huawei sehen. Nun egal ob sie Recht haben oder nicht ... sie weigern sich klar zu sagen warum welche Handlung durchgeführt wird <- und das "Volk" wird für Dumm gehalten.
[re:1] FatEric am 14.02. 11:13
+ -
@bear7: Ja, richtig, es ist eine Vermutung. Und selbst wenn hinterher rauskommt, weil irgendein Zeuge was aussagt oder ein sonstiger Beweis vorliegt, dass Bezos bzw. Amazon tatsächlich recht haben sollte, dann wird sich wahrscheinlich dennoch nichts ändern.
[re:2] HeadCrash am 14.02. 16:26
+ -
@FatEric: Trump "dreht jetzt eh völlig frei", da das Impeachment bewiesen hat, dass er machen kann, was er will. Hier haben ganz offensichtlich sämtliche Mechanismen des Amerikanischen Regierungssystems versagt und der Senat im absoluten Widerspruch zu seiner originär in der Verfassung festgeschriebenen Aufgabe gehandelt.

Sein Freispruch kommt im Grunde einem Freibrief gleich, dass der Präsident tun kann, was er will.
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