Überfällig: Kostenlose Google Stadia-Option ist noch Monate entfernt

Von Stefan Trunzik am 06.02.2020 10:59 Uhr
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Googles kostenlose Stadia Base-Option soll der Cloud-Gaming-Plattform zu neuem Aufschwung verhelfen. Nach einem Interview mit Stadia-Chef Phil Harrison ist jedoch klar, dass Spieler voraussichtlich noch mehrere Monate auf das "Gratis-Streaming" warten müssen.

Der Start ins neue Jahr hätte für Google Stadia wahrlich besser laufen können. In der noch vergleichsweise kleinen Gaming-Community spitzt sich die Lage zu. Die über­schau­ba­re Aus­wahl an Spielen, das hohe Preisniveau und die fehlenden Ankündigungen neuer Stadia-Titel sorgen für einen mehr oder weniger großen Shitstorm unter Spielern. Viele Käufer der 130 Euro teuren Founder's und Premiere Editionen denken laut darüber nach, ihre monatlichen Zahlungen nach der dreimonatigen Probephase einzustellen und wenn überhaupt auf den kostenlosen Stadia Base-Tarif zu wechseln.

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Genau diese Option fehlt dem Spiele-Streaming-Dienst weiterhin, obwohl man von einer frühen Implementierung im ersten Quartal dieses Jahres ausging. Stadia-Chef Phil Harrison gab in einem Interview mit den US-amerikanischen Kollegen von Protocol jedoch bekannt, dass der Start des Gratis-Streamings in einer 1080p-Auflösung (FullHD) mit bis zu 60 FPS erst in den kommenden Monaten eingetaktet wird. Von einem zeitnahen Launch in den näch­sten Wochen ist also nicht auszugehen. Die offizielle Angabe "ab 2020 verfügbar" könn­te sich somit sogar bis zu einer Ankündigung während der E3 2020 hinziehen.

Bis dahin verspricht Google Stadia seinen Pro-Abonnenten immerhin den Release von mehr als zehn Titeln, die zumindest zeitweilig ex­klu­siv auf dem Streaming-Portal angeboten wer­den sollen. Insgesamt sollen in diesem Jahr über 120 Spiele für Stadia erscheinen. Um welche es sich dabei handelt, gab das Un­ter­neh­men noch nicht bekannt. Lediglich die zum Launch im November bereits vorgestellten, kommenden Titel, wie zum Beispiel Cyberpunk 2077, Doom Eternal, Get Packed, Baldur's Gate 3, Watch Dogs Legion, The Elder Scrolls Online (TESO) und wenige weitere, stehen fest.

Wie unser erster Test mit Google Stadia belegt, ist der Spiele-Streaming-Dienst technisch prinzipiell gut aufgestellt. Die zukünftige Unterstützung weiterer Android-Smartphones ab­seits der eigenen Pixel-Modelle und vor allem iPhones sowie iPads, ein 4K-Betrieb ohne die Nutzung des Chromecast Ultra und gravierende Preissenkungen teils in die Jahre ge­kom­me­ner Spiele würde das Cloud-Gaming-Portal für Bestands- und Neukunden deutlich attraktiver gestalten. Denn die Konkurrenz schläft nicht: Erst diese Woche verließ der Konkurrent Nvidia GeForce Now seine Beta-Phase.

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