Xbox Series X: Mysteriöser Anschluss soll SSD-Speicher erweitern

Von Stefan Trunzik am 05.02.2020 08:03 Uhr
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Die vor wenigen Wochen geleakten Fotos der Xbox Series X deuten jetzt auf die Möglichkeit einer Speicher­erweiterung hin. Insider behaupten, dass ein bisher unbekannter Anschluss an der Rückseite der Konsole die NVMe-SSD mit Hilfe von CFexpress-Karten erweitern soll.

Wer den Speicher seiner Xbox One aufstocken möchte, der musste bisher entweder die in­ter­ne Festplatte ersetzen oder auf eine externe USB-Lösung zurückgreifen. Mit der kom­men­den Xbox Series X scheint Microsoft eine Alternative zu diesen beiden klassischen Methoden an­bie­ten zu wollen. Der meist gut informierte Thurrott-Redakteur Brad Sams berichtet über einen möglichen Anschluss für Speicherkarten des Typs CFexpress. Quellen aus Red­mond sollen bestätigt haben, dass der bislang unbekannte Port an der Rückseite der Spiele­konsole nicht etwa als Diagnose-Schnittstelle dient, sondern zur Erweiterung des SSD-Speichers.

Microsoft Xbox Series X
Foto geleakt: Die möglichen Anschlüsse der neuen Xbox Series X

Viel zu teuer: 512 GB Speicher kosten mehr als 500 Euro

Microsoft könnte so gewährleisten, dass die von der Speichergeschwindigkeit enorm pro­fi­tie­ren­de Xbox Series X ihre Vorteile weiterhin ausspielen kann, da Nutzer so keine langsame, externe Festplatte verwenden müssten. Der Knackpunkt dürfte allerdings beim Preis liegen. Aktuelle CFexpress-Karten, die vorrangig in High-End-Kameras zum Einsatz kommen, schla­gen bei einer Kapazität von 512 GB bereits mit über 500 Euro zu Buche. Dafür bieten die meisten Speicherkarten Transferraten von bis zu 1750 MB/s. Der vor einem Jahr entwickelte CFexpress 2.0-Standard im "Typ C"-Format soll theoretisch sogar bis zu 4000 MB/s zulassen.

Ob Microsoft passende CFexpress-Karten unter der eigenen Xbox-Marke anbieten wird, sich die Preise in Zukunft nach unten entwickeln oder der Anschluss einem anderen Zweck dient, wird bis zur nächsten Keynote offiziell ein Geheimnis bleiben. Im November deuteten bereits erste Patente darauf hin, dass auch die PlayStation 5 über modulare SSD-Erweiterungen verfügen könnte, die über eine proprietäre Schnittstelle mit der PS5 verbunden werden. Bei der ak­tu­el­len Preisgestaltung solcher Lösungen dürf­ten die meisten Käufer der Xbox Series X al­ler­dings eher auf günstige USB-Festplatten setzen.

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