Rückzugsgefecht? Google schiebt Verantwortung für Spiele von sich

Von Witold Pryjda am 31.01.2020 10:36 Uhr
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Googles Cloud-Gaming-Dienst ist mit riesigen Ambitionen gestartet, entwickelt sich aber immer mehr zum Riesenflop. Nutzer, die Stadia gekauft bzw. abonniert haben, kritisieren den Suchmaschinenriesen immer offener, Google reagiert ausweichend - nicht zum ersten Mal.

Wenn man sich die Reaktionen von Stadia-Nutzern ansieht, dann kann man auch schlicht von Frust sprechen. Denn Ärgernisse gibt es viele, sie reichen von anfänglichen technischen Problemen bis zu gebrochenen Versprechen wie dem immer wieder fehlenden 4K-Support. Vieles liegt auch daran, dass man als eine Art Bezahl-Beta an den Start gegangen ist und viele Features noch nachreichen wollte bzw. musste.

Wo sind die versprochenen Stadia-Spiele?

Eines der größten Probleme ist jedoch die Vielfalt: So gibt es seit drei Tagen einen mittlerweile vielbeachteten Beitrag auf Reddit, in dem der Verfasser erläutert, dass Stadia seit 69 Tagen verfügbar ist (zum Zeitpunkt des Posts), die vergangenen 40 Tage aber kein einziges neues Spiel erschienen oder angekündigt worden ist. Außerdem ist kein Feature- oder Community-Update gemacht worden, so der Redditor.

Google überrascht mit bizarrem Trailer zum Streaming-Dienst Stadia
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Er führt auch auf, dass es zwar so manches Versprechen und viele warme Worte gebe, aber kaum etwas tatsächlich umgesetzt wird. Beispiele sind die iOS-Unterstützung oder anderer Android-Smartphones als des Pixel, dem Fehlen von Family-Sharing, Stadia Base und, und, und. Vor allem fragt der Poster, wo denn die 120 von Google versprochenen Spiele sind bzw. welche das sein werden.

Gegenüber GamesIndustry.biz teilte Google inzwischen mit, dass man den Wunsch verstehe, Spezifisches zu den kommenden Games zu hören, da es schließlich darum gehe. "Aber natürlich werden nicht alle Spiele vom Stadia-Team angekündigt, da wir es den Publishern überlassen, die Ankündigungen zu ihren Marken und Spielen vorzunehmen."

Google erläutert weiter, dass es dafür diverse Gründe gebe, darunter Promotion oder Events, Verfügbarkeit, Demos und vieles mehr. Kurzum: Man schiebt die Verantwortung von sich. Deshalb darf man auch bezweifeln, dass die enttäuschte Stadia-Community sich davon besänftigen lässt.

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