Warcraft 3: Reforged - Fans sind empört und es hagelt Verrisse

Von Witold Pryjda am 30.01.2020 12:26 Uhr
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Seit gestern ist die mit großer Spannung erwartete Remastered-Version erhältlich und es bahnt sich ein Debakel für Blizzard an. Denn es hagelt Verrisse, auf der Übersichtsseite Metacritic hat das Spiel einen Nutzer-Score von 1,6 (von möglichen zehn Punkten).

Fans lassen kein gutes Haar an der Neuauflage

Debakel, Desaster, Wut, Entsetzen. Das sind nur einige der Begriffe, mit denen man die Reaktionen der Fans auf die Veröffentlichung von Warcraft 3: Reforged beschreiben kann. Denn in den Blizzard-Foren, auf Reddit, Twitter und eben auch Metacritic findet sich praktisch kaum ein positives Wort zum Spiel. Hass ist wohl ein treffender Ausdruck, um die Gefühlslage von Warcraft 3- und Blizzard-Fans zu umschreiben.

Das hat gleich mehrere Gründe, die mit gebrochenen Versprechen, Bugs und auch Geschäftemacherei zu tun haben. So hat es bei der Vorstellung bzw. einer BlizzCon-Demo-Version aus dem Jahr 2018 diverse Inhalte und Änderungen gegeben, die auch positiv aufgenommen worden sind. Doch im nun veröffentlichten Spiel wurden viele Neuerungen und Verbesserungen wieder zurückgenommen.

Warcraft 3: Reforged - Blizzard zeigt den Launch-Trailer zum Remake
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Das war teilweise schon bekannt, in einigen Punkten erlebten Warcraft 3-Spieler aber eine böse Überraschung. Das beste Beispiel ist die bereits berühmt-berüchtigte Zwischensequenz zur Mission The Culling: In dieser sollten Arthas und Uther in vollkommen neuen "cinematischen" Glanz erscheinen, das finale Ergebnis ist aber nur ein Update der originalen Sequenz mit aktualisierten Charakter-Modellen (GameStar zeigt und erläutert das gut in einem Video).

Verschiebung hat nicht gereicht

Bei der Grafik ist das Motto: zwei Schritte vor und einer zurück (und gelegentlich sogar mehr). Denn so manche grafische Verbesserung wurde gestrichen, in einigen Fällen fehlen sogar Features des Originals, darunter Regen.

Warcraft 3: Reforged kämpft derzeit auch mit der Technik, dazu zählen Verbindungsprobleme und die Performance, dazu kommen diverse kleinere Bugs, die man offenbar auch im Rahmen der (kurzen) Verschiebung nicht in den Griff bekommen hat.

Für viel Unmut sorgt schließlich auch der Umstand, dass Blizzard die Nutzungsbedingungen angepasst hat. Denn laut USgamer hat Blizzard diese so verändert, dass nun unter dem Strich Custom-Games dem Entwickler gehören und nicht den Fans, die sie erstellt haben.
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