Trump attackiert Apple und fordert schwächere iPhone-Verschlüsselung

Von Witold Pryjda am 15.01.2020 12:29 Uhr
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Donald Trump ist alles andere als schüchtern, wenn es darum geht, seine Meinung öffentlich mitzuteilen, am liebsten macht er das bekanntlich per Twitter. Aktuell bekommt Apple den Zorn des US-Präsidenten zu spüren, er fordert, dass die iPhone-Verschlüsselung gelockert wird.

Im aktuellen Fall läuft es wie schon vor einigen Jahren auf einen Showdown zwischen dem Konzern aus dem kalifornischen Cupertino und der US-Regierung hinaus. Wieder geht es um einen vermeintlichen Terrorismus-Fall. Ende des Vorjahres hat ein in Ausbildung befindlicher Unteroffizier der saudi-arabischen Luftwaffe auf einem US-Militärstützpunkt in Florida drei Menschen erschossen und acht verletzt.


Was ist auf den iPhones des Attentäters?

Der Attentäter besaß zwei iPhones, auf die das FBI gerne Zugriff hätte. Apple weigert sich aber kategorisch, bei der Entschlüsselung der Geräte selbst zu helfen bzw. sagt, dass man die Behörden in diesem Fall ohnehin nicht unterstützen kann, weil man eine Backdoor weder hat noch haben will.

Der Streit eskalierte zuletzt mit einem Angriff von US-Justizminister William Barr, nun hat sich auch US-Präsident Trump in die Sache eingeschaltet. Trump schrieb in einem Tweet, dass die Regierung Apple "die ganze Zeit" bei Handels- und anderen Fragen helfe und dennoch weigere sich der Konzern, "Smartphones von Mördern, Drogendealern und anderen kriminellen Elementen zu entsperren". Apple müsse sich der Aufgabe stellen und "unserem großartigen Land helfen", so der US-Präsident.

Es ist allerdings unwahrscheinlich, dass sich Apple davon beeindrucken lässt. Denn der iPhone-Hersteller hat gerade erst dem Justizminister mitgeteilt, dass es so etwas wie "Backdoors nur für die Guten" nicht gebe und man auch nicht vorhat, dem Wunsch der US-Regierung nachzukommen.

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