Zu teuer, zu wenig: Drastisches Umdenken bei Google Stadia erwartet

Von Stefan Trunzik am 14.01.2020 16:32 Uhr
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Steht in diesem Jahr vor allem die kostenlose Base-Version von Google Stadia im Mittelpunkt, dürfte sich der Spiele-Streaming-Dienst laut Ex­per­ten grundlegend verändern. Mit der aktuellen Preispolitik konnte der Google-Service den angepeilten Massenmarkt noch nicht erobern.

Googles Cloud-Gaming-Plattform Stadia kämpft derzeit mit harter Kritik aus der eigenen Com­mu­ni­ty. Diese bemängelt auf Reddit unter anderem die zu hohen Preise für zu alte Ti­tel, eine nach fast zwei Monaten immer noch zu überschaubare Auswahl und ein erneut an­hal­ten­des Schweigen seitens der Stadia-Manager.

Zudem bleibt Google den Pro-Nutzern der 129 Euro teuren Founder's und Premiere Edition be­reits präsentierte Features schuldig, die erst im Laufe des Jahres folgen sollen. Dazu ge­hö­ren unter anderem die Integration in das YouTube-Gaming-Netzwerk und die kabellose Nut­zung des Stadia-Controllers abseits des Chromecast Ultra.

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Gaming-Experten treffen Stadia-Prognose für das Jahr 2020

Das Geschäfts- und Preismodell wird zudem von vielen Gaming-Experten in Frage gestellt. So sehen die Kollegen von Kotaku, unter ihnen auch der meist gut informierte Journalist Jason Schreier, dass Google seinen Plan und die Preise für Stadia in diesem Jahr drastisch überarbeiten wird. Vor allem der anstehende Launch der Next-Gen-Konsolen Xbox Series X und PlayStation 5 (PS5) sowie Microsofts Konkurrent xCloud dürften es Stadia bei un­ver­än­der­tem Fahrplan nicht leicht machen. Letzterer wird als Teil des Xbox Game Pass er­war­tet, der be­reits jetzt eine Vielzahl von Spielen und kommende Exklusivtitel für die aktuelle und neue Xbox enthalten wird.

Stand jetzt schlägt das Pro-Abonnement von Google Stadia mit 10 Euro pro Monat zu Buche. Drei Abo-Monate sind beim Kauf der eingangs erwähnten Starter-Editionen bereits enthalten. Dafür erhält man Zugriff auf ein bis zwei mo­nat­lich erscheinende, Gratis-Spiele und das Strea­ming in hoher 4K-Auflösung bei bis zu 60 FPS. Allerdings kämpft be­reits der inkludierte Vor­zei­ge­ti­tel Destiny 2 mit einem enormen Spie­ler­schwund und es bleibt abzuwarten, wel­che Early-Adopter nach dem dreimonatigen Pro­(be)-Abo weiterhin zu den zahlenden Kun­den gehören werden.

Bevor es jedoch gilt die Pferde scheu zu machen, bleibt es abzuwarten wie der kostenlose Stadia Base-Tarif bei Interessenten einschlägt. Dieser beschränkt die Nutzung auf eine Full-HD-Auflösung (1080p), verlangt allerdings nach der Vollpreis-Zahlung für viele bereits in die Tage gekommenen Stadia-Spiele.

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