Gratis Burger und Getränke: Drei Deutsche hacken McDonald's-App

Von Stefan Trunzik am 14.01.2020 12:16 Uhr
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Deutsche Informatiker konnten eine Sicherheitslücke in der McDonald's-App finden, die den Zugang zu kostenlosen Burger- und Getränke­be­stel­lun­gen erlaubte. Das Bestellsystem der Fast-Food-Kette war aufgrund ei­ner Umfrage anfällig für das illegale Generieren von Coupons.

Lenny Bakkalian, David Albert und Mats Tesch sind die findigen Softwareentwickler, denen es bereits im November gelang, eine gravierende Sicherheitslücke im digitalen Bestellsystem der McDonald's-Schnell­res­tau­rants zu entdecken. Grund war das "berufliche For­schungs­in­te­res­se" Alberts, der eine Umfrage-Webseite des weltweit umsatzstärksten Fast-Food-Konzerns genauer unter die Lupe genommen hat. Über ein selbst geschriebenes Programm konnte er die Übermittlung von Antworten automatisieren, die ihm eine nahezu unendliche Menge an Getränke-Coupons als Belohnung bescherte.

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Zweite Sicherheitslücke im Coupon-Generator entdeckt

Bei einer Gratis-Cola sollte es jedoch nicht bleiben. Auf der Suche nach weiteren Schwach­stel­len in der McDonald's-Software fanden die Informatiker eine weitere Si­cher­heits­lü­cke im Gutschein-Generator des Unternehmens, die den Weg frei machte für Burger-Bestellungen auf Kosten des Hauses. Getestet wurde die "illegale Beschaffung" von McDonald's-Coupons in einer Hamburger Filiale unter Einweihung der Filialleitung. Ohne diese wären 15 Bur­ger­me­nüs aller Art im Wert von 106 Euro kostenlos über den Tresen gewandert.

Durch das Manipulieren von Datenpaketen über einen eigenen Proxy-Server konnten Be­stel­lun­gen per McDonald's-App und der endgültige Rech­nungs­be­trag von den Ent­wick­lern geändert werden. Gegenüber Vice gaben die drei an, dass ihr dafür erstelltes Online-Tool problemlos in eine App hätte übertragen werden können, die dauerhaft Burger- und Getränke-Gutscheine generiert. Da man sich an der Si­cher­heits­lü­cke nicht bereichern wollte, nahmen sie Kon­takt zu McDonald's auf. Erst zwei Wo­chen später wurde diese von der Fast-Food-Ket­te geschlossen.

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