Microsoft: Lukrative Aufträge landen eher bei Azure als bei Amazon

Von Christian Kahle am 13.01.2020 08:34 Uhr
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Microsoft wird den Konkurrenten Amazon mit großer Wahrscheinlichkeit klar ausstechen. Denn auch wenn der Handelskonzern in der reinen Menge die Nase vorn hat, kann die Azure-Plattform der Redmonder dort punkten, wo die größeren Budgets zur Verfügung stehen.

In einer aktuellen Marktanalyse der Investmentbank Goldman Sachs zeigte sich, dass Microsoft in den Geschäften mit großen Unternehmen die Nase vorn hat. Zwar zeigt sich hier nicht gerade eine völlige Dominanz, aber ein klarer Trend ist eben doch zu erkennen. So setzen beispielsweise bereits 56 der 100 größten internationalen Konzerne auf Azure. Amazons AWS ist hingegen bei 48 von ihnen im Einsatz.

Und auch in den Planungen für die kommenden drei Jahre hat Microsoft leicht die Nase vorn, wie aus einem Bericht von CNBC hervorgeht. Damit setzt sich im Marktsegment, in denen die größten Aufträge überhaupt vergeben werden, ein Trend fort, der schon länger besteht. Amazon hatte durch einen frühen und erfolgreichen Start zwar erst einmal einen Vorsprung, seit der konsequenten Ausrichtung auf das lukrative Cloud-Geschäft macht Microsoft aber Boden gut und dürfte mittelfristig klar in Richtung Marktführung laufen.

Platz für Dritte ist auch noch

Die beiden Konzerne haben sich ohnehin schon ein ordentliches Stück von potenziellen anderen Konkurrenten abgesetzt. Allerdings ist der Markt dadurch noch lange nicht in seinen groben Zügen zementiert, denn nach Einschätzung der Analysten von Goldman Sachs gibt es auch für andere Anbieter noch eine Menge Spielraum und mit dem richtigen Konzept könnte es durchaus noch einmal zu kräftigen Verschiebungen durch einen kleineren Cloud-Dienstleister kommen.

Aktuell sind nämlich gerade einmal 23 Prozent aller IT-Workloads in die Cloud umgezogen. Der Wert stieg allein binnen des letzten halben Jahres von 19 Prozent auf diese Marke. Die Prognosen besagen nun, dass binnen der kommenden drei Jahre ein Wert von bis zu 43 Prozent erreicht werden kann, was ein innovativer kleinerer Anbieter durchaus für sich ausnutzen könnte.

Siehe auch: Windows über Azure überall nutzen: Windows Virtual Desktop gestartet
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