Nach AMD-Panne: Neue Gerüchte über Anschlüsse der Xbox Series X

Von Stefan Trunzik am 08.01.2020 09:49 Uhr
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Nachdem AMD während seiner CES-Keynote mit gefälschten Ren­der­bil­dern der Xbox Series X für Aufregung sorgte, wird nun die Diskussion um die Anschlüsse der kommenden Next-Gen-Konsole neu entfacht. Mi­cro­soft-Insider sollen jetzt mehr über die Ports verraten haben.

Ein kleiner Aufschrei ging durch die Tech- und Gaming-Branche, als Chiphersteller AMD mit vermeintlichen Bildern der Xbox Series X-Schnittstellen während der Consumer Electronics Show 2020 in Las Vegas auftrat. Das genutzte Material wurde dabei nicht etwa von Microsoft bereitgestellt, sondern von einem Drittanbieter für Renderbilder bezogen. Die dort zu se­hen­den Anschlüsse? Fake. Der meist gut informierte Journalist Brad Sams will nun den ak­tu­el­len Stand der Port-Auswahl von internen Quellen aus Redmond in Erfahrung gebracht haben.

Microsoft Xbox Series X

Verzichtet Microsoft wirklich auf einen USB-C-Port?

Schenkt man den Gerüchten Vertrauen, beherbergt die bei Microsoft eingesetzte Xbox Series X zwei normalgroße USB-Anschlüsse im Typ-A-Stil, einen einzigen HDMI-Port, Gi­ga­bit-Ether­net (LAN) und einen optischen Audio-Ausgang (S/PDIF). Hinzu kommt ein Steck­platz für die erforderliche Stromversorgung und der bekannte USB-A-Port an der Front. Ebenso spricht Sams über eine so genannte proprietäre Debugging-Schnittstelle, die für die in­ter­ne Feh­ler­be­he­bung wahrscheinlich nur am aktuellen DevKit zum Einsatz kommt. Wei­ter­hin sollen an der Rückseite zusätzliche Lufteinlässe zu finden sein.

Die Un­ter­brin­gung moderner USB-C-An­schlüs­se scheint derzeit nicht geplant zu sein, was in An­be­tracht des ver­gleichs­wei­se langen Le­bens­zy­klus der Xbox Series X verwunderlich ist. Zwar ist es mit dem "SuperSpeed+"-Standard auch möglich, aus einem USB-A-Port Über­tra­gungs­ra­ten von bis zu 20 Gbit/s her­aus­zu­ho­len, doch gerade in Hinsicht auf die mögliche Er­wei­te­rung des SSD-Speichers mit Hilfe externer Flash-Drives und der stetig vor­an­schrei­ten­den Ver­brei­tung des USB-C-Standards, hätten Tech-En­thu­sias­ten mit dem neuen An­schluss ge­rech­net. Sogar Thun­der­bolt 3 (USB4) war im Gespräch.

Microsoft wird die Xbox Series X im vierten Quartal dieses Jahres am Markt platzieren. Bis zum Start der neuen Konsolen vergeht also noch genug Zeit, um das Schnittstellen-Portfolio mög­li­cher­wei­se zu aktualisieren. Da es sich bei den aktuellen Informationen um Gerüchte han­delt, sollten diese bis zu einer offiziellen Stellungnahme zudem mit einer gewissen Skep­sis behandelt werden.

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