Intel i9-10900K: Interne Daten zeigen bis zu 30 Prozent mehr Leistung

Von John Woll am 02.01.2020 14:10 Uhr
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Ein Leak will Ausblick auf die Leistung des kommenden Spitzenprozessors von Intel geben können. Demnach bietet der Core i9-10900K in be­stimmten Benchmark-Tests um bis zu 30 Prozent mehr Leistung als der Vorgänger 9900K, andere Ergebnisse fallen eher ernüchternd aus.

Leak zeigt Leistung des Core i9-10900K

Informationen, die auf der chinesischen Plattform Weibo aufgetaucht sind, wollen einen Blick auf ein internes Intel-Dokument geben können. Der Inhalt: Erste Testdaten zum kommen­den Zehn-Kern-Prozessor Core i9-10900K. Intel selbst hatte bisher absolutes Stillschweigen zu den kommenden Highend-Produkten bewahrt, dass langsam aber sicher erste Leistungs­daten an die Öffentlichkeit geraten, war zu erwarten - trotzdem gilt wie immer bei Leaks: offiziell ist der Inhalt nicht.

i9-10900K: Weibo Benchmark Leak
Core i9-10900K Leistung laut Testdaten-Leak

Das angeblich geleakte Intel-Dokument schreibt dem neuen i9-Prozessor in einigen Bereichen ein deutliches Leistungsplus zu, das sich bei genauer Betrachtung der Zahlen aber auf bestimmte Workloads beschränkt. Bei der Aussage, dass der 10900K "bis zu 30 Prozent mehr Leistung" bringt, ist also vor allem wie so oft das "bis zu" der entscheidende Faktor, so auch Tomshardware in seinem Bericht.

Das Dokument führt SYSmark, SPEC, XPRT und Cinebench-Benchmark-Ergebnisse auf - bis auf Cinebench sind die Leistungs-Messwerkzeuge typisch für die internen Tests von Intel. Ein Leistungsplus von 30 Prozent im Vergleich mit dem Vorgänger Core i9-9900K kann der neuen i9-10900K dabei bei SPEC erreichen, Cinebench R15 schließt den Test immerhin mit einer Steigerung um 26 Prozent ab - da der neue Prozessor über zwei Kerne mehr verfügt, überraschen diese Ergebnisse aber nicht.

Andere Tests mit weniger Plus

Auf der anderen Seite des Testspektrums kann der i9-10900K bei XPRT dem Vorgänger nur einen Vorsprung von bis zu 4 Prozent abringen - da dieser Test die Leistung der einzelnen Prozessorkerne ermittelt und es hier keinen Architekturwechsel gab, scheinen auch diese Ergebnisse recht plausibel. Die leichten Anstiege sprechen für eine Steigerung der Taktfrequenz im neuen Chip.

Sollten sich die Werte so oder ähnlich bei der Veröffentlichung des i9-10900K darstellen - das interne Dokument erwähnt in einer Fußnote, dass Sicherheitspatches die Leistung nicht beeinflussen können - kann Intel ein weiteres Mal ein neues Produkt aus dem alten 14-nm-Prozess gewinnen. Im Kampf gegen AMD und die Ryzen-3000-Prozessoren sieht sich das Unternehmen aber auch mit diesem Produkt starker Konkurrenz ausgesetzt.

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