Messenger: Anmeldung jetzt nur noch mit Facebook-Account möglich

Von Tobias Rduch am 28.12.2019 23:35 Uhr
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Schon Anfang des Jahres wurde bekannt, dass Facebook unterschiedliche Dienste zusammenführen möchte. Jetzt wurde ein erster Schritt in diese Richtung unternommen. Während man sich beim Messenger bisher mit der Nummer anmelden konnte, wird nun ein Facebook-Account benötigt.

Zuvor konnte der Messenger auch ohne ein Facebook-Konto verwendet werden, indem ein­fach die Rufnummer des benutzten Smartphones angegeben wurde. Das steht jedoch im Wi­der­spruch zum Ziel des Social-Media-Giganten, einen allumfassenden Service anbieten zu kön­nen. Auf der offiziellen Hilfeseite wird nun betont, dass für die Nutzung des Messengers ein Facebook-Account erstellt werden muss. Ansonsten ist eine Anmeldung nicht möglich.


Ob die Zusammenlegung demnächst dann auch WhatsApp und Instagram betrifft, ist momentan noch ziemlich offen. Bisher gibt es noch keine Möglichkeit, sich hier mit seinem Facebook-Kon­to anzumelden. Obwohl Facebook ein ge­mein­sa­mes Ökosystem für seine Dienste schaffen möchte, sollen sich die Services auch weiterhin wie eigenständige Angebote anfühlen.

Facebook reagiert auf Twitter-Vorfall

Zusammen mit dem Rauswurf der Ruf­num­mern-Accounts fällt nun aber auch die Option weg, nur über die Telefonnummer nach anderen Nutzern zu suchen. Ein ähnliches Feature hatte vor kurzem bei Twitter für negative Schlagzeilen gesorgt. Einem Sicherheitsforscher war es gelungen, die Rufnummern von 17 Millionen Twitter-Konten herauszufinden.

Darüber hinaus war Facebook in der Vergangenheit selbst in zahlreiche Datenschutz-Skan­da­le verwickelt. Vor gut einer Woche ist eine Datenbank, die Informationen zu 267 Millionen Face­book-Accounts enthält, öffentlich im Netz aufgetaucht. Neben dem Namen und der Be­nut­zer-ID waren hier die dazugehörigen Telefonnummern eingetragen. Wie die Daten ab­ge­rufen werden konnten, bleibt noch offen.
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