Sony kann Bedarf für iPhone-Kameras auch im 24h-Betrieb nicht decken

Von Nadine Juliana Dressler am 25.12.2019 09:21 Uhr
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Falls sich jemand fragen sollte, wie groß die Nachfrage nach den dies­jäh­ri­gen iPhone-Modellen ist: Sehr hoch. Sogar so hoch, dass Liefer­ant Sony bestätigt hat, dass man dieses Jahr zum zweiten Mal in Folge über die Fei­er­tage durchproduzieren wird, um Apples Bedarf zu decken.

Das meldet das Onlinemagazin 9to5mac und bezieht sich dabei auf ein Interview, das von Bloomberg mit Sony geführt wurde. Sony beliefert dabei nicht nur Apple mit den Smart­phone-Ka­me­ra-Mo­du­len. Laut dem Bericht von Bloomberg hat dabei in diesem Jahr bisher noch nicht einmal der 24-Stunden-Betrieb der Produktionslinien ausgereicht, um mit der Nach­fra­ge Schritt zu halten. Die neuen iPhones sind seit gut drei Monaten im Verkauf, seit gut fünf Monaten in der Massenproduktion.

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Keine Pause eingeplant

Seither stehen die Bänder bei Sony nicht still. Man hat die Produktionszeiten auf 24 Stunden am Tag und sieben Tage in der Woche hochgefahren und wird nun auch über die Festtage in­klu­si­ve dem Jahreswechsel den Betrieb rund um die Uhr aufrechterhalten. Das habe man auch 2018 so gemacht, um zumindest "wieder etwas Boden zu gewinnen", beziehungsweise kei­ne größere Lücke entstehen zu lassen.

Die Halbleiter für die Kamera-Sensorentechnik sind nun nach der PlayStation der pro­fi­ta­bel­ste Ge­schäfts­be­reich für Sony.

Neues Werk geht erst 2021 in Betrieb

Terushi Shimizu, der Leiter von Sonys Halb­lei­ter­ein­heit sagte demnach, dass der Elek­tro­nik­gi­gant seine Investitionsausgaben für das Ge­schäft in diesem Geschäftsjahr auf 280 Mil­liar­den Yen, also rund 2,6 Milliarden Dollar, mehr als verdoppelt habe und auch ein neues Werk in Nagasaki baut, das im April 2021 in Be­trieb ge­hen wird. "So wie die Dinge laufen, könnte es sein, dass es selbst nach all den In­ves­ti­tio­nen in die Kapazitätserweiterung im­mer noch nicht ge­nug ist", sagte Shimizu in ei­nem Interview.

Sony kommt dabei der Trend zu immer mehr Kameras auf der Rückseite von Smartphones zu Gute: Schon das "einfache" iPhone 11 hat in diesem Jahr gleich zwei Hauptkameras auf der Kamera-Rückseite, das iPhone 11 Pro und Pro Max jeweils drei Kameras.
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