Apples Touch ID steht vor dem Comeback - per Unter-Display-Lösung

Von Witold Pryjda am 19.12.2019 15:25 Uhr
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Aktuell verzichtet Apple bei seinen iPhones auf Touch ID, also die Möglichkeit, sich per Fingerabdruck anmelden zu können. Stattdessen setzt der kalifornische Hersteller auf Face ID, also Gesichtserkennung. Doch Touch ID könnte 2020 oder 2021 eine Rückkehr feiern.

Apple hat in den vergangenen Jahren auf Fingerabdruckerkennung verzichtet. Das hatte vor allem den Grund, dass man das Display möglichst flächendeckend anbieten will und der alte Homebutton schlichtweg keinen Platz mehr hatte. Auf die Rückseite, wie es viele Android-Hersteller praktizieren, wollten die Kalifornier den Sensor aber auch nicht packen.

Der biometrische Ersatz Face ID gilt als sicher und funktioniert auch gut, so mancher hätte aber gerne Touch ID zurück. Und für diese Nutzer gibt es wohl auch gute Nachrichten, denn bereits im Sommer gab es Berichte, dass Apple daran arbeitet. Zum Wie gab auch schon damals Vermutungen, nämlich dass sich der Konzern aus dem kalifornischen Cupertino für eine Unter- bzw. Im-Display-Lösung entscheiden könnte.

Apple-Patent für Unter-Display-Sensor

Optischer Sensor

Das bestätigt sich nun: Denn wie 9to5Mac unter Berufung auf Patently Apple berichtet, hat Apple ein Patent für einen Sensor bekommen, der im Display integriert ist. Dabei wird der Fingerabdruck optisch erfasst, das ist ein Unterschied zu früheren Touch ID-Lösungen, die kapazitiv gearbeitet haben.

Laut Patently Apple hat sich Apple bewusst gegen Ultraschall entschieden, einen solchen Sensor bietet Qualcomm aktuell an. Dieser kommt auch bei den Samsung-Topmodellen Galaxy S10 und Galaxy Note 10 zum Einsatz, der koreanische Hersteller hatte damit aber im Zusammenhang mit Display-Schutzfolien zuletzt einige Sicherheitsprobleme. Apple will Sicherheitsprobleme unter allen Umständen vermeiden, wobei die Ultraschall-Methode dennoch als sicherer gilt, da hier ein 3D-"Abdruck" erfasst wird.

Derzeit wird noch spekuliert, ob Touch ID statt Face ID kommt, da die Gesichtserkennung auch Platz für Front-Sensoren benötigt, oder ob Touch ID künftig wieder als einzige biometrische Methode eingesetzt wird. Aus den stark stilisierten Patentzeichnungen lassen sich allerdings keine Rückschlüsse darauf ziehen, wie sich Apple entscheiden könnte.
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