Lidl und Kaufland rüsten Filialen mit Ladesäulen für Elektroautos aus

Von Nadine Juliana Dressler am 16.12.2019 20:04 Uhr
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Bereits Anfang des Jahres hatte Lidl angekündigt, massiv in den Lade­säulen-Ausbau für Elektrofahrzeuge zu investieren. Jetzt hat der Konzern noch konkretisiert: Auf jedem Parkplatz der rund 3900 Kaufland- und Lidl-Märkte in Deutschland soll eine Ladesäule steht.

Die Parkplätze der beiden Lebensmittelhändler sollen mittelfristig zum größten Ladenetzwerk in Deutschland werden, heißt es in einer Ankündigung. Kaufland und Lidl sind Tochterunternehmen der Schwarz-Gruppe. Die Gruppe sorgt nun dafür, dass jeder Neubau einer Kaufland- oder Lidl-Filiale künftig mit mindestens einer Ladesäule ausgestattet wird. Im Zuge von Modernisierungen erhalten dann auch ältere Filialen eine Stromtankstelle - und zwar nach der Zielvorgabe des Unternehmens wirklich jeder Parkplatz innerhalb der kommenden Jahre. Erfreulich dabei: Meist sollen Schnellladesäulen zum Einsatz kommen. In Berlin gibt es zum Beispiel schon einige 50kw-Lader bei Lidl.

So kommt der Ladesäulen-Ausbau voran
Infografik: So kommt der Ladesäulen-Ausbau voran

High-Power-Charger geplant

An einigen Standorten sollen Turbo-Ladesäulen, sogenannte High-Power-Charger, installiert werden. Man plant allerdings einen Mix. Derzeit gibt es schon viele Ladepunkte mit bis zu 22kw. Der dabei abgegebene Strom ist zu 100 Prozent zertifizierter Strom aus erneuerbaren Energien und stammt teilweise von den Photovoltaikanlagen der Filialen.

Die Schwarz Gruppe plant dadurch zum Betreiber des größten E-Ladenetzes im deutschen Lebensmitteleinzelhandel zu werden - und zum Treiber für Innovation und Klimaschutz.

Mobilitätswende und Klimaschutz

"Lidl und Kaufland verdichten ihr Ladenetz in Deutschland so stark, dass die Entfernung zwischen zwei Säulen im Durchschnitt weniger als 20 Kilometer beträgt", heißt es dazu konkret in der Ankündigung. Einen Termin für den Abschluss der Maßnahme gibt es aber noch nicht. "Gemeinsam mit unseren Kunden wollen wir einen größeren Beitrag zur Mobilitätswende und dem Klimaschutz leisten", begründet Gerd Chrzanowski, Vorstandsvorsitzender der Schwarz Dienstleistungen, das umfangreiche Engagement der Schwarz Gruppe.

"Von der Politik fordern wir den Abbau bürokratischer Hürden, die einem flächendeckenden, schnellen und effizienten Ausbau der Ladeinfrastruktur entgegenstehen."

Die Schwarz Gruppe setzt dabei zudem auf Kooperationen mit Partnern wie dem E-Mobilitätsanbieter WeShare der Volkswagen Gruppe. In Berlin lädt WeShare in der Nacht bei der Schwarz Gruppe ihre Fahrzeuge auf.
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