Thomson Neo Z3: Neues ARM-Notebook mit Windows & alter Technik

Von Roland Quandt am 12.12.2019 14:32 Uhr
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Die französische Marke Thomson bringt in diesen Wochen mit dem Thom­son Neo Z3 als erster kleinerer Hersteller ein ARM-basiertes Notebook mit Windows 10 auf den Markt. Es handelt sich um das erste Beispiel für die Enführung günstigerer Modelle, auch wenn das Neo Z3 mit alter Technik daherkommt.

Das Thomson Neo Z3 wurde vor einigen Wochen erstmals präsentiert und ist im Grunde ein Kuriosum. Während Qualcomm bereits für den im Surface Pro X in leicht angepasster Form verbauten Snapdragon 8cx und seine neuen PC-Chips Snapdragon 7c und 8c trommelt, setzen die paar wenigen Geräte anderer Hersteller meist auf den Snapdragon 850. Thomsons neues Modell kommt hingegen mit dem Snapdragon 835 daher, der als erster SoC überhaupt von Qualcomm für ARM-basierte PCs angeboten wurde.

Thomson Neo Z3

Entsprechend enttäuschend dürfte auch die Performance ausfallen, denn der 2,45 Gigahertz schnelle Octacore-Chip ist eigentlich eher in Smartphones zuhause, wo er vor einigen Jahren das Non-Plus-Ultra war. Im Neo Z3 von Thomson wird er hingegen zusammen mit vier Gigabyte RAM und 64, 128 oder 256 GB UFS-2.1-Speicher verbaut, wobei sich letzterer per MicroSD-Karte erweitern lässt.

Außerdem kommt ein 13,3 Zoll großes IPS-Display mit 1920x1080 Pixeln und somit Full-HD-Auflösung zum Einsatz, das auf Wunsch wohl auch per Touch zu bedienen ist. Außerdem verfügt das Gerät über Unterstützung für N-WLAN, Bluetooth 5.0, ein eingebautes LTE-Modem mit NanoSIM-Slot, jeweils einen USB-A- und einen USB Type-C-Anschluss sowie eine 1-Megapixel-Webcam.

Die hintergrundbeleuchtete Tastatur wird von einem Multitouch-fähigen Trackpad ergänzt. Das Thomson Neo Z3 besitzt einen 5000mAh großen Akku und bringt es bei einer Dicke von 1,4 Zentimetern auf ein Gewicht von 1,5 Kilogramm. Der wohl schmerzhafteste Punkt an dem Gerät scheint aber der Preis zu sein, denn Thomson will laut den Internet-Seiten von MediaMarkt Spanien, wo das Neo Z3 seit kurzem gelistet ist, stattliche 599 Euro dafür verlangen - immerhin mit 256 GB Flash-Speicher.

Zu diesem Preis erhält man aber bereits erheblich leistungsstärkere x86-basierte Notebooks, die dann zwar kein LTE-Modem mitbringen, aber eine problemlose Interaktion mit allen Programmen zulassen.
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