Qualcomm: Flaggschiff Snapdragon 865 weiter ohne integriertes 5G

Von Christian Kahle am 04.12.2019 08:26 Uhr
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In der nächsten Zeit müssen sich die Hersteller von Smartphones erst einmal entscheiden: Entweder sie nehmen das Qualcomm-SoC mit High-End-Spezifikationen oder eben jenes mit bereits eingebautem 5G-Modem - beides in einem geht erst mal nicht.

Als neues Flaggschiff schickt Qualcomm den Snapdragon 865 ins Rennen. Und als dieser gestern vorgestellt wurde, war schnell klar, dass der Chipkonzern seiner bisherigen Linie treu bleibt: Ebenso wie schon bei dem seit einiger Zeit verfügbaren Snapdragon 855 muss das Mobilfunkmodem für Netze der kommenden Generation als separater Chip verbaut werden, was Preis und Stromverbrauch steigen lässt.

Qualcomm bietet den Snapdragon 865 entsprechend im Bundle mit dem Snapdragon X55-Modem an - und nicht anders. Es ist also auch nicht mehr möglich, auf Basis des Prozessors ein reines 4G-Smartphone zu bauen, da ein anderer Modem-Chip nicht in Frage kommt und auch keiner im SoC integriert ist. Die Kombination wird dann wohl in den meisten Flaggschiff-Smartphones des kommenden Jahres zu sehen sein.

Snapdragon 765 kommt mit Modem

Als zweiten neuen Chip bringt Qualcomm den Snapdragon 765. In diesen ist die 5G-Funktionalität bereits komplett integriert. Entsprechend lassen sich Smartphones der oberen Mittelklasse dann zu vergleichsweise günstigen Preisen entwickeln und es muss auch nicht das separate Modem berücksichtigt werden, um die Geräte fit für die neuen Mobilfunknetze zu machen.

Zu den weitergehenden Details der Chips lassen sich noch keine näheren Angaben machen. Qualcomm präsentierte diese zum Start seiner Tech Summit ansonsten erst einmal nur mit den üblichen Marketing-Aussagen von höherer Leistung und ähnlichem. Konkreteres zu den Spezifikationen will man den Teilnehmern und der Öffentlichkeit erst im Rahmen des Konferenzprogramms offenbaren.

Neuer Fingerprint-Reader

Neben den beiden SoCs präsentierte das Unternehmen aber auch einen neuen Fingerprint-Sensor. Dieser soll mit seiner Ultraschall-Abtastung eine wesentlich größere Fläche erfassen können. Smartphone-Hersteller können so beispielsweise eine Authentifizierung sicherer machen, indem die Nutzer zwei Finger gleichzeitig auf das Display legen.

Siehe auch: Snapdragon 8cx: Qualcomm kommt in Benchmarks an Intel heran
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